Treueschwüre von Profifußballern sind oftmals nicht mehr als Lippenbekenntnisse. Das gilt in diesem Fall auch für Publikumsliebling Charlison Benschop, der vor einigen Wochen noch glaubhaft versichert hatte, seinen bis 2017 datierten bei Fortuna Düsseldorf zu erfüllen. „Ich habe bei der Fortuna noch einen Zweijahresvertrag und den werde ich auch erfüllen. Es gibt für mich keinen Grund, den Verein zu wechseln“, versicherte Benschop damals.

Doch das Blatt hat sich nun offenbar gewendet. „Ich will erste Liga spielen“, bekennt der 25-jährige Niederländer gegenüber der ‚Bild‘. Und bei elf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz vier Spieltage vor Schluss ist der Aufstieg mit der Fortuna nur noch theoretisch möglich. Es winkt also ein Vereinswechsel im Sommer – zumal Benschops Ausstiegsklausel über 1,5 Millionen Euro für viele Erstligisten ein Schnäppchen darstellt.

Klar schaut man sich um. Seine bezahlbare Ausstiegsklausel ist uns bekannt“, sagte Jörg Schmadtke schon vor einigen Wochen. Klar ist: Beim 1. FC Köln suchen die Verantwortlichen nach der besten Lösung für die Sturmmitte. Schließlich ist mehr als unklar, ob Patrick Helmes jemals wieder ohne Beschwerden gegen den Ball treten kann. Hinzu kommt, dass noch nicht entschieden ist, wie es mit Leihgabe Simon Zoller weitergeht. Und dann schwebt zu guter Letzt auch das Horrorszenario eines Abschieds von Anthony Ujah über Köln-Müngersdorf. Den Top-Torjäger der Kölner umwerben diverse Klubs.

Neben dem ‚Effzeh‘ signalisiert auch Schalke 04 Interesse an Benschop. Die ‚Königsblauen‘ suchen nach einem zweiten Strafraumstürmer, der Klaas-Jan Huntelaar unterstützen und möglicherweise eines Tages beerben soll. Benschop mit seinen Qualitäten in der Ballbehauptung wäre ein geeigneter Kandidat – und dazu ein günstiger. Voraussetzung für einen Wechsel wäre, dass der 1,91 Meter große Sturmtank seinen Bundesliga-Wunsch schon zur kommenden Saison umsetzen möchte. Und genau danach sieht es momentan aus.