Florent Hadergjonaj will den FC Ingolstadt verlassen. „Ja, das stimmt. Ich habe die Verantwortlichen darüber persönlich informiert. Herr Gärtner und Herr Walpurgis wissen, dass ich Ambitionen habe, in der Bundesliga zu spielen“, so der Schweizer in der ‚Bild‘. Eine Offerte liegt dem 23-Jährigen eigenen Worten zufolge vom VfB Stuttgart vor: „Ja, es gibt dieses Angebot und Ingolstadt kennt meine Einstellung zu diesem Angebot.“

Die Schanzer wollen ihren Rechtsverteidiger allerdings nicht ziehen lassen. Auf die Frage, ob er das angesichts seines bis 2020 datierten Vertrags nachvollziehen könne, reagiert Hadergjonaj wütend: „Nein, kann ich nicht. Als ich im vergangenen Sommer aus Bern kam, gab es eine mündliche Vereinbarung zwischen Thomas Linke (Ex-Sportdirektor, d.Red.), meinem Agenten und mir, dass ich im ersten Jahr keine Ausstiegsklausel im Abstiegsfall bekomme. Herr Linke hat mir aber zugesagt, dass wir eine Lösung finden, wenn sich im Abstiegs-Fall Angebote für mich ergeben.“

Von einer solchen Vereinbarung will man in Ingolstadt nach dem Weggang von Linke scheinbar nichts mehr wissen. Doch damit nicht genug. Hadergjonaj fühlt sich auch noch aus einem anderen Grund verschaukelt: „Man versprach mir übrigens, dass kein einziger Neuzugang im ersten Jahr eine Ausstiegsklausel bekommt. Das hat sich leider als Lüge erwiesen.“

Der FCI wird die Vorwürfe wohl nicht auf sich sitzen lassen. Ob Hadergjonaj seine Chancen auf einen Wechsel mit diesem Interview verbessert hat, wird sich zeigen. Interessanterweise hat VfB-Manager Jan Schindelmeiser das Interesse am Rechtsverteidiger kürzlich erst dementiert. Es bleibt also spannend.