Sven Mislintat machte seinem Ärger nach dem 1:2 gegen den SV Sandhausen nun erstmals öffentlich Ärger: „Es gibt unterschiedliche Ansichten zum Spiel, was die Dominanz angeht. Wir können nicht nur immer davon reden, viel den Ball zu haben, sondern wir müssen auch die nötigen Ergebnisse erzielen. Da müssen wir ansetzen.“ Eine klare Ansage in Richtung Trainer Tim Walter.

Nach FT-Informationen ist es vor allem Mislintat, der den Chefcoach der Schwaben kritisch sieht. So kam es schon vor dem Derby gegen den Karlsruher SC zu einem Gespräch, in dem Walter unmissverständlich mitgeteilt wurde, dass die Ergebnisse künftig stimmen müssen, will er seinen Job behalten.

Mit einem 3:0-Sieg gegen den KSC zog Walter dann den Kopf aus der Schlinge. Nach der Pleite in Sandhausen hat sich die Lage nun aber wieder zugespitzt. Eine weitere Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg am kommenden Montag darf sich der 44-Jährige nicht leisten.

Siewert im Stadion

Als möglichen Nachfolger bringt der ‚kicker‘ Jan Siewert ins Spiel. So soll der 37-Jährige gegen Karlsruhe bereits auf der Tribüne gesessen haben. Siewert ist nach seinem kurzen Engagement bei Huddersfield Town seit Mitte August vereinslos. Zudem kennt er Sven Mislintat aus gemeinsamen Tagen bei Borussia Dortmund.

Das Fachmagazin schreibt aber auch: „Siewerts Anwesenheit muss natürlich nichts bedeuten.“ Dennoch ist es offenkundig, dass Walter nach der fünften Saisonniederlage angezählt ist. Mislintat hat dies nun öffentlich kundgetan. Und zuvor bereits intern.