Atsuto Uchida und Schalke 04 werden sich voraussichtlich zeitnah trennen. Einem Gespräch zwischen ihm, seinem Berater und S04-Sportvorstand Christian Heidel folgte am gestrigen Sonntag die Freistellung des Rechtsverteidigers.

Wohin dessen Reise geht, war bis dato ungewiss. Nach Informationen der ‚Bild‘ könnte sie aus dem Ruhrgebiet in die Hauptstadt gehen. Union Berlin denke über den 29-Jährigen nach, heißt es.

Die Köpenicker unter Leitung des Ex-Schalkers Jens Keller fahnden seit dem Abgang von Benjamin Kessel zum 1. FC Kaiserslautern nach einem neuen Mann für rechts hinten. Unumstrittener Stammspieler auf dieser Position ist momentan Christopher Trimmel. Daran würde wohl auch Uchida nichts ändern. Er wäre zumindest zu Beginn sicherlich nur Backup des österreichischen Leistungsträgers.

Ebenfalls verlassen könnte den Revierklub neben Uchida der Spanier Coke, der in den Plänen von Domenico Tedesco kaum eine Rolle spiele – insbesondere aufgrund der Geschwindigkeitsdefizite des dreifachen Europa League-Siegers.

UnwahrscheinlichFT-Meinung: Uchida könnte Union aufgrund seiner Erfahrung sicherlich weiterhelfen. Dennoch stehen mehrere Fragezeichen hinter dem Gerücht. Einerseits ist fraglich, ob Union für einen potenziellen Backup Geld in die Hand nehmen würde. Zwar käme Schalke den Berlinern und Uchida finanziell wohl entgegen, dennoch wäre auch eine geringe Ablöse für den FCU noch immer viel Geld. Bleibt die Frage nach dem Gehalt des Japaners. Zudem dürfte Uchida selbst nicht allzu begeistert von der Aussicht sein, bei einem Zweitligisten auf der Bank zu sitzen.