Vertragsverlängerung: Özil stellt Bedingungen wie Ribéry
03.03.2010 - 08:06 - Stephan Kläsener

©Teamshoot
Schon seit ungefähr einem halben Jahr bemüht sich Werder Bremen um eine Vertragsverlängerung mit Mesut Özil. Der wohl stärkste Spieler der Bundesliga-Hinrunde zögert allerdings, konnte sich bislang nicht zu einer Unterschrift unter den ihm vorgelegten Vertrag durchringen.
Auch in naher Zukunft ist nicht mit einem Vollzug zu rechnen: „Ich habe Vertrag bis 2011 und bisher keine Wechselabsichten. Ich will nur Bedenkzeit, es geht um die nächsten drei, vier Jahre, um meine Zukunft. Aaron Hunt hat gerade ein halbes Jahr vor Vertragsende verlängert. Warum soll ich das nicht auch so machen dürfen?“, so Özil zur ‚Bild’.
Es ergeben sich Parallelen mit dem Fall Franck Ribéry. Auch der Franzose hat noch Vertrag bis 2011, schließt einen Wechsel nicht aus und stellt Bedingungen an einen Verbleib. Diese Bedingungen sind zumindest nach Aussage der Spieler dieselben. Wie Ribéry macht auch Özil seinen Verbleib von der „sportlichen Perspektive“ abhängig. „Geld interessiert mich da nicht.“ Ob Werder Özil diese Perspektive bieten kann, entscheidet sich in den kommenden Wochen, wenn es darum geht, erneut in den Europapokal einzuziehen.
Insofern ist das Zögern Özils durchaus verständlich. Ein Spieler mit seinen Qualitäten, will diese auch international unter Beweis stellen. Aus diesem Grund ist auch eine Vertragsverlängerung in Bremen nach der WM möglich („Ja, das kann durchaus sein“) – dies würde der These widersprechen, Özil zögere, um im kommenden Jahr die Möglichkeit zu haben, ablösefrei zu wechseln.
Verwandte Themen:
Italienische Spekulationen: Özil nach Frankreich? - 28.02.2010
Özil-Krise: Allofs begibt sich auf Spurensuche - 19.02.2010
SV Werder: Özil-Verkauf als Finanzausgleich - 04.02.2010
Italienische Medien: Werder lehnte Juve-Angebot ab - 20.01.2010
Wechselgerüchte: Özil-Berater besänftigt Werder - 18.01.2010
