Ronaldinho: Die schillerndste Figur auf dem Fußball-Arbeitsmarkt ist derzeit zweifelsohne der Brasilianer Ronaldinho. Nach Beendigung seines Engagements bei Atlético Mineiro ist der 34-Jährige auf Vereinssuche. Spuren führten nach Europa, in die Major League Soccer und zum FC Santos. Ein Karriereende schloss der zweimalige Weltfußballer aus. „Ich will weiter Fußballgeschichte schreiben“, so der 34-Jährige, der davon ausging, dass sein Telefon eine „Menge klingeln“ würde. Wie oft der Fernsprecher des Superstars geläutet hat, ist nicht bekannt. Unterschrieben hat der 97-malige Nationalspieler bisher allerdings noch nirgends. Neuerdings deutete vieles auf einen Wechsel nach Indien in die neugegründete Indian Super League hin. Demnach befinden sich die Chennai Titans in aussichtsreichen Verhandlungen mit dem Brasilianer. Im Gespräch ist ein Zweijahresvertrag.

Hugo Almeida: Dass sich der portugiesische Mittelstürmer momentan Sorgen um seine berufliche Zukunft machen muss, liegt wohl vor allem an den eigenen Gehaltsvorstellungen. Der frühere Stürmer des SV Werder wurde lange bei Eintracht Frankfurt als mögliche Neuverpflichtung gehandelt. Dem Vernehmen nach waren den Frankfurtern aber die Gehaltsforderungen des Sturm-Routiniers zu hoch. Neben den Hessen bekundete auch der VfB Stuttgart, Galatasaray Istanbul sowie Stoke City Interesse am 60-maligen portugiesischen Nationalspieler. „Die Bundesliga ist eine großartige Liga, vielleicht eine der Besten der Welt. Es war toll, dort zu spielen. Wer weiß, vielleicht komme ich zurück und spiele erneut in Deutschland“, brachte sich der Angreifer für eine Rückkehr nach Deutschland ins Gespräch. Die interessierten Vereine haben sich mittlerweile aber anderweitig verstärkt.

Emanuel Pogatetz: Der Abstieg des 1. FC Nürnberg war nicht nur für die Fans der Franken ein Schlag ins Gesicht. Der Gang in die Liga zwei hatte auch für den 31-jährigen Österreicher weitreichende Folgen, da sein Vertrag nicht verlängert wurde. Eine Woche vor Ende der Wechselperiode wurde der 60-fache Nationalspieler mit dem spanischen Zweitligisten Real Betis Sevilla in Verbindung gebracht. Ein Engagement kam aber nicht zustande. Seitdem wartet der kompromisslose Linksfuß auf den erlösenden Anruf. Dass sich das Warten durchaus noch lohnen kann, beweist das Beispiel Manuel Friedrich. Der mittlerweile in Indien gelandete Innenverteidiger wurde vergangenes Jahr erst Ende November von Borussia Dortmund aus der Arbeitslosigkeit geholt. Kein halbes Jahr später stand der Innenverteidiger in der Champions League im Viertelfinale-Rückspiel gegen Real Madrid (2:0) in der Startelf.

Ermin Zec: Während Pogatetz beim ‚Club‘ gehen musste, nahmen die Franken Zec als mögliche Neuverpflichtung ins Visier. Der auslaufende Vertrag des 26-jährigen Angreifers wurde beim Süper Lig-Klub Genclerbirligi Ankara aufgrund der ab diesem Jahr verschärften Ausländerregelung nicht verlängert. Der Bundesliga-Absteiger aus Nürnberg hätte somit für den neunmaligen Nationalspieler für Bosnien-Herzegowina keine Ablöse zahlen müssen. Dem Vernehmen nach standen die Vertragsverhandlungen mit dem Außenstürmer, der auch im Mittelsturm oder als hängende Spitze zum Einsatz kommen kann, kurz vor dem Abschluss. Auf der Zielgerade machten die Franken aber einen Rückzieher. Zu hoch waren offenbar Zecs Gehaltsforderungen. Ein Wechsel in die Eredivisie zum NEC Nijmegen zerschlug sich ebenfalls und so steht der Angreifer nach wie vor ohne Vertrag da.



Vereinslos: Diese Spieler suchen noch einen Arbeitgeber

- Innocent Emeghara, Florent Malouda, Diego Lugano, Christian Lell

- Victor Valdés, Cristian, Milan Baros, Simão

- Georgios Karagounis, Jonas, Ken Ilsö, Christian Poulsen