Innocent Emeghara: Der neunmalige Schweizer Nationalspieler mit Wurzeln in Nigeria ist durch die Insolvenz seines bisherigen Arbeitgebers, des AC Siena, in die Arbeitslosigkeit gerutscht. Der in Lagos geborene 25-Jährige war vergangenen Sommer für 2,8 Millionen Euro vom FC Lorient zu Siena gewechselt. Von dort wurde er aufgrund finanzieller Nöte des Vereins aus der Toskana unmittelbar an die AS Livorno verliehen, wo der blitzschnelle Mittelstürmer vier Tore erzielte und sieben weitere vorbereitete.

Livorno ließ die Kaufoption trotzdem verstreichen und Emeghara musste zurück in die Serie B zu Siena, das wenig später aufgrund von Schulden in Höhe von 70 Millionen Euro Insolvenz anmeldete. Im Anschluss wurde der Stürmer mit dem FC Schalke 04 und dem SC Freiburg in Verbindung gebracht. Die Breisgauer standen sogar in Verhandlungen mit dem ‚Nati‘-Spieler. Eine Einigung konnte allerdings nicht erzielt werden.

Florent Malouda: Der frühere französische Nationalspieler ist einer der prominentesten Spieler auf der diesjährigen Liste der arbeitslosen Fußballprofis. Nach seiner wohl besten Profizeit von 2003 bis 2007 bei Olympique Lyon wechselte der Flügelspieler für 19 Millionen Euro zum FC Chelsea. In sechs Jahren absolvierte der 81-fache Nationalspieler 229 Pflichtspiele für die ‚Blues‘, erzielte 45 Tore und legte 44 weitere auf. José Mourinho sortierte den alternden Routinier im vergangenen Jahr schließlich aus und verpflichtete stattdessen André Schürrle neben Eden Hazard für den linken Flügel.

Malouda schloss sich dem Süper Lig-Klub Trabzonspor an. Nach einem Jahr am Schwarzen Meer war in diesem Sommer schon Schluss für den Linksfuß. Der Vertrag wurde nicht verlängert. Hoffnungen auf einen neuen Verein kann sich Malouda wohl nur dann machen, wenn er deutliche Gehaltseinbußen in Kauf nimmt. So oder so ist eine neue Anstellung für einen 34-Jährigen Flügelspieler nicht leicht zu finden.

Diego Lugano: Mit dem Innenverteidiger Lugano sucht auch ein WM-Fahrer momentan einen neuen Job. Bei der WM in Brasilien absolvierte der 33-Jährige für Uruguay aber lediglich eine Partie. Im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica führte der Innenverteidiger die ‚Celeste‘ als Kapitän auf das Feld und spielte durch. Wohl auch aufgrund der überraschenden 1:3-Niederlage gegen die Zentralamerikaner kam der Routinier in der Folge nicht mehr zum Einsatz. Bis zur Achtelfinal-Niederlage gegen Kolumbien (0:2) setzte Trainer Óscar Tabárez lieber auf das Gespann aus Diego Godín und José Giménez.

Wieder zu Hause in England musste Lugano die Vertragsauflösung bei West Bromwich Albion hinnehmen. Der Uruguayer wechselte erst vergangenes Jahr von Paris St. Germain zum Premier League-Klub. Dort kam der Routinier aber nur sporadisch zum Einsatz und absolvierte lediglich neun Spiele in der Premier League. Ende Juni wurde der ursprünglich bis 2016 datierte Vertrag aufgelöst und Lugano sucht seitdem einen neuen Job.

Christian Lell: 2012 kehrte Lell der Bundesliga den Rücken und wechselte in die Primera División zum FC Levante. Das erste Jahr beim valencianischen Klub lief vielversprechend und der gebürtige Münchener kam zu 28 Pflichtspieleinsätzen. Im Winter des vergangenen Jahres entbrannte aber ein Streit zwischen dem Rechtsverteidiger und Levante. In der Folge wollte der Klub den Vertrag des mittlerweile 30-Jährigen bereits im November auflösen.

Beide Seiten konnte sich in der Winterpause nicht zusammenraufen und beendeten das Arbeitsverhältnis Ende Januar. Seitdem ist der Abwehrspieler aus der Schule des FC Bayern auf der Suche nach einer neuen Anstellung. „Ich bin topfit und bin aber sehr dankbar für diese Erfahrung in Spanien. Ich will nicht ausschließen, dass ich auch weiter in diesem Land bleibe, aber ich komme aus der Bundesliga und da will ich sicherlich wieder zurück. Vielleicht ist es im Winter soweit, ich würde mich freuen und bin bereit.“ Weder im Winter noch im Sommer wollte allerdings ein Klub aus Deutschland Lell zurück in die Heimat holen.



Vereinslos: Diese Spieler suchen noch einen Arbeitgeber

- Ronaldinho, Hugo Almeida, Emanuel Pogatetz, Ermin Zec

- Victor Valdés, Cristian, Milan Baros, Simão

- Georgios Karagounis, Jonas, Ken Ilsö, Christian Poulsen