Alexander Isak dreht derzeit mächtig auf. Leicht wie eine Gazelle geht der Offensivmann durch die gegnerischen Abwehrreihen. Mal taucht er auf dem Flügel auf, oft orientiert er sich ins Zentrum. Ständig sorgt er für Gefahr. So auch am gestrigen Donnerstag, seinem 17. Geburtstag. Auf dem Spielplan: Das Derby seines AIK Solna gegen Djurgardens IF in der schwedischen Allvenskan.

Mit gleich zwei Buden drückte der Teenager der Partie seinen Stempel auf und entschied das Spiel frühzeitig zu Gunsten seiner Farben. Der Torschütze zum 3:0, Chinedu Obasi, kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: „Er kann tatsächlich der neue Ibrahimovic sein“, vergleicht der ehemalige Angreifer der TSG Hoffenheim und von Schalke 04 den flinken Isak mit dem größten schwedischen Fußballer überhaupt.

„Himmel das Limit“

Gegenüber ‚FootballDirekt.se‘ gibt er dem Supertalent aber auch Ratschläge mit auf den Weg: „Er muss nun die Ruhe bewahren und sich auf sich selbst fokussieren. Nur so kann er sich weiterentwickeln. Es geht auch schnell wieder nach unten und da kommt man nur mit harter Arbeit wieder raus. Wenn er hart genug arbeitet, ist erst der Himmel sein Limit.“

Mit nicht ganz so viel Pathos, aber auch voll des Lobes, dürfte Bayern Münchens Kaderplaner Michael Reschke über Isak sprechen. Seine Späher hat er schwedischen Medienberichten zufolge bereits vor einigen Monaten auf den Rechtsfuß angesetzt. Damals war Isak selbst in Skandinavien noch ein unbeschriebenes Blatt. Das hat sich aufgrund seiner jüngsten Leistungen und seiner tatsächlich an Ibrahimovic erinnernden Spielweise mittlerweile geändert.

Eleganz trifft Geschwindigkeit

Die Fans in Solna haben die große Hoffnung, den nächsten Superstar des schwedischen Fußballs derzeit in ihrem Team zu wissen. Ähnlich wie Ibra ist Isak mit einer Körperlänge von 1,90 Meter groß gewachsen und verfügt entsprechend über ein ordentliches Kopfballspiel. Die typische Sturmkante ist er aber dennoch nicht.

Seine große Stärke kann er ausspielen, wenn er den Ball am Fuß hat. Mit Körpertäuschungen, die den Gegenspieler schier verrückt werden lassen, geht er durch Abwehrreihen wie mit dem Messer durch weiche Butter. Bei aller Qualität im Dribbling vergisst er jedoch nur selten den besser postierten Mitspieler. Ähnlich elegant wie Ibrahimovic ist seine Spielweise allemal. Zeit, sich auch den athletischen Körper des mittlerweile 34-Jährigen anzutrainieren, bleibt Isak noch genug.

Dass er das in den nächsten Jahren aber in Solna tun wird, ist angesichts seines riesigen Talents stark zu bezweifeln. Der FC Bayern behält jedenfalls die Augen offen. Wahrscheinlich wüsste man ihn schon jetzt nur zu gerne unter Vertrag, um das Mega-Talent selbst ausbilden oder verleihen zu können. Die Geschichte um Alexander Isak ist beileibe noch nicht zu Ende erzählt.