Der Fußball-Weltverband FIFA will den Transfermarkt neu regulieren. Justizdirektor Emilio Garcia Silvero verrät im Gespräch mit der spanischen Zeitung ABC: „Wir arbeiten sehr gewissenhaft an dem neuen System für Transfers von Fußballspielern auf internationaler Ebene. Es gibt mehrere Punkte, die Präsident Infantino Sorgen bereiten.“

Wichtig sei der FIFA, Licht ins oftmals dunkle Verschieben der Millionenbeträge zu bringen: „Wir wollen Transparenz vermitteln in Bezug auf die Provisionen, das Geld, das den Beratern gezahlt wird, und auch die Art und Weise, wie sie bezahlt werden.“

Laut Garcia Silvero sind bereits konkrete Pläne angestoßen worden: „Die FIFA arbeitet an einem Projekt namens Reinigungsanlage: einer Art Bank, Institution oder Gesellschaft, die das gesamte Geld weiterleiten wird, das an Klubs gezahlt wird, um Spieler auszubilden, oder das Geld, das Klubs an Berater zahlen. Und diese Firma wird dann prüfen, ob alles korrekt ist, bevor sie die Beträge an die Vertreter und Vereine zahlt.“

400 Millionen verschwinden jährlich

Heute schätzen wir, dass jährlich mehr als 400 Millionen Dollar durch diese Zahlungen verloren gehen“, erzählt Garcia Silvero, „die Regel besagt, dass der Käufer zahlen muss und der Begünstigte es geltend machen sollte. Aber wenn der Verein, der einen Spieler kauft, nicht bezahlt oder wenn der Ausbildungsverein nichts von der Überweisung weiß, kommt das Geld nicht an. Wir wollen das beenden, um sicherzustellen, dass alle Beträge, die in den Fußballmarkt fließen, der Regel entsprechen und dass dieses Geld an diejenigen weitergegeben wird, die die Spieler ausgebildet haben. Wir werden für Transparenz sorgen.“

Überlegungen zur einer Reform der Ablösesummen, die in den vergangenen Jahren geradezu explodiert sind, stecken dagegen noch in den Kinderschuhen. Die Preise den tatsächlichen Marktwerten der Spieler anzupassen, sei das Ziel, aber „schwierig“ umzusetzen. Der FIFA-Funktionär sagt: „Ich weiß nicht, ob der Markt auf einen bestimmten Algorithmus reagiert, aber er ist gestiegen und das kann diskutiert werden.“