Ich hatte ein MRT und alles ist gut. Das Hämatom ist weg. Ich bin 100 Prozent fit“, erklärte Lucas Hernández vor wenigen Tagen. Der Innenverteidiger wurde gegen den Willen des FC Bayern für die kommenden Länderspiele der französischen Nationalmannschaft berufen. Am heutigen Freitag muss die Équipe Tricolore gegen Island und am Montag gegen die Türkei ran.

Auch Les Bleus-Trainer Didier Deschamps ist sich sicher: „Er ist ausreichend frei von dem, was er hatte. Er fühlt sich gut und steht für die Startelf des Spiels zur Verfügung.“ In München stoßen diese Statements weiterhin auf Unverständnis.

Warnung an den französischen Verband

Laut der ‚tz‘ hat Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in einem Brief an den französischen Verband die Verantwortlichen „eindringlich davor gewarnt“, Hernández trainieren geschweige denn spielen zu lassen. Die Verletzungsgefahr sei zu groß.

Und tatsächlich scheinen die Warnungen des Bayern-Arztes angebracht zu sein. Hernández hat offenbar das gestrige Training abgebrochen, „weil sich sein Knie währenddessen nicht gut anfühlte“. Ob der Verteidiger aller Warnsignale zum Trotz am heutigen Freitag auf dem Platz stehen wird, wird sich spätestens um 20:45 Uhr zeigen.