Reinhard Grindel ist von seinem Posten als Präsident des Deutschen Fußball-Bunds zurückgetreten. Das teilt der DFB am heutigen Dienstag mit. Wer auf den 57-Jährigen folgt, ist zur Stunde noch unklar. Bis zum Bundestag des DFB im kommenden September werden jedoch die beiden Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch interimsweise das Amt übernehmen.

Mit Respekt und Verständnis nehme ich den Rücktritt von Reinhard Grindel zur Kenntnis. Der Druck auf seine Person ist in den vergangenen Wochen auf unterschiedlichen Ebenen permanent gestiegen. Es ist daher im Sinne des deutschen Fußballs und seiner Handlungsfähigkeit, den Weg für einen personellen, aber auch strukturellen Neuanfang innerhalb des DFB freizumachen“, wird Rauball zitiert.

Grindel war zuletzt vermehrt in die Kritik geraten. Ein abgebrochenes Interview, dubiose Geschenke und Prämien sowie weitere Verfehlungen setzten den DFB-Präsidenten unter Druck. Auch im Zuge der Weltmeisterschaft 2018 wurde Grindel für seinen Umgang mit der Erdogan-Affäre kritisiert.

Ein Skandal um ein von Grindel angenommenes Luxus-Geschenk in Form einer Uhr hat das Fass nun offenbar zum Überlaufen gebracht. Zumindest begründet der 57-Jährige so seinen Rücktritt (die Persönliche Stellungnahme im Wortlaut gibt es hier).