Noch drei Jahre und vier Monate muss Breno seine Haftstrafe wegen Brandstiftung absitzen. Der 1. FC Nürnberg bekundete trotz der Inhaftierung Interesse an der Verpflichtung. „Wenn er die Möglichkeit hat, wieder zu spielen, dann stehen wir bereit. Er kann sich bei uns wieder in Form bringen. Das Entscheidende ist: Er muss gesund werden und bleiben“, erklärte Manager Martin Bader im vergangenen Monat.

Die Dienste des Verteidigers sicherte hat sich letztlich sein Heimatklub, der FC São Paulo, gesichert. Der Verein will dem 23-Jährigen und seiner Familie „Sicherheit, Stabilität und vor allem eine Perspektive“ bieten, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Der Vertrag bei São Paulo läuft bis 2015. Vor der Verpflichtung tauchte Brenos Name auf der Meldeliste des brasilianischen Fußballverbands CBF auf.

Kurios an der Verpflichtung ist, dass Breno vorerst keine Möglichkeit bekommt, mit den Brasilianern zu trainieren. „Der offene Vollzug kann nur bewilligt werden, wenn ein fester Arbeitsplatz vorgewiesen werden kann“, versicherte sein Anwalt. Bei Nürnberg hätte der Abwehrmann Vormittags trainieren können, um Abends wieder ins Gefängnis zurückzukehren.

Dies ist durch die räumliche Entfernung zu seinem neuen Klub nicht möglich. Dessen Verantwortliche hoffen, dass Breno wegen guter Führung bereits nächstes Jahr freikommt. Unklar ist jedoch, ob er aufgrund der rechtlichen Situation überhaupt ausreisen darf.