Wir planen nicht mehr mit Boateng.“ Die Worte von Manager Horst Heldt waren an Deutlichkeit kaum zu überbieten. Längst ist klar, dass Kevin-Prince Boateng bei Schalke 04 sportlich keine Zukunft hat. Weil sein Arbeitspapier aber noch bis 2016 läuft, droht Heldt Ungemach. Denn Boateng-Berater Edoardo Crnjar ließ zuletzt durchblicken, dass sein Klient den Vertrag bei ‚Königsblau‘ aussitzen könnte. Dies würde bedeuten, dass die Schalker rund fünf Millionen Euro für einen Spieler auf den Tisch legen würden, der den ganzen Sommer Zeit hatte, sich einen neuen Klub zu suchen.

Weil die geplanten Wechsel zu Sporting Lissabon, Al Ittihad Dschidda und dem FC Sion aus unterschiedlichen Gründen platzten, stehen die Schalker unter Druck. Die Möglichkeiten, Boateng loszuwerden, sind überschaubar geworden. Laut einem Bericht der ‚Bild‘ existieren nach einem Treffen zwischen Heldt und den Beratern des 28-Jährigen drei Optionen.

Option 1: Boateng wechselt noch im September in den Nahen Osten. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (bis 21.9.) und in Katar (bis 30.9.) sind die Transferfenster noch einige Tage geöffnet. Sollte sich der Mittelfeldspieler einem Klub aus den dortigen Ligen anschließen, würde ihm ein fürstliches Gehalt winken – und Schalke dürfte auf eine angemessene Ablöse hoffen.

Option 2: Schalke 04 löst den Arbeitsvertrag mit Boateng auf. Das hieße allerdings, dass die ‚Knappen‘ einen Großteil des Gehalts auszahlen müssten. Laut ‚Bild‘ etwa drei Millionen Euro. Aber zur Not würde Heldt wohl in den sauren Apfel beißen, denn der Manager will unbedingt vermeiden, dass sich Boateng ins Schalker Training einklagt.

Option 3: Italienische Medien berichten, dass der ausgemusterte Ghanaer bis zum Winter bei einem Serie A-Klub mittrainieren könnte. Schalke würde in diesem Fall zwar das Gehalt zunächst einmal weiterbezahlen, im Winter bestünde allerdings die Chance auf eine Ablöse.