In den Sechziger Jahren sorgte eine Horde junger Fußballer in der Regionalliga für Furore. 1965 nahm Borussia Mönchengladbach – unter anderem mit den beiden 20-Jährigen Jupp Heynckes und Günter Netzer – an der Bundesliga-Aufstiegsrunde teil und schaffte gemeinsam mit dem FC Bayern den Einzug ins Oberhaus. Der Altersdurchschnitt lag bei für damalige Verhältnisse unglaublichen rund 21 Jahren. Bis heute firmieren die Niederrheiner als Fohlen. Einen Namen, dem der Bundesligist wieder alle Ehre machen will.

Für die Borussia ist eine gute Jugendarbeit und die Entwicklung eigener Talente alternativlos, gerade in Zeiten des Transferwahnsinns mit utopischen Ablösesummen“, erklärt Manager Max Eberl gegenüber dem ‚kicker‘. Er begründet damit die Investitionen, die die Borussia in jüngster Vergangenheit in die Talentförderung gesteckt hat.

Am gestrigen Mittwoch erfolgte der Spatenstich für den neuen Fohlenstall. Ein Jugendinternat, dass sich der Bundesligist (gemeinsam mit Investor Santander) 3,5 Millionen Euro kosten lässt. Das Internat soll gemeinsam mit dem neuen Großkomplex, der 31 Millionen Euro verschluckt, die Keimzelle für neue Talente bilden.

Zwölf bis maximal 24 Talente können im neuen Fohlenstall leben und ausgebildet werden. Dass dies der Borussia im Bundesligavergleich nur einen Platz im oberen Mittelfeld einbringt, hat laut Eberl Methode: „Wir wollen kein Modell Gießkanne, sondern selektiv Talente finden und fördern.