365 Tage HSV: Fink zieht Bilanz

365 Tage HSV: Fink zieht Bilanz

15.10.2012 - 12:34 Fußball Deutschland » Bundesliga Kommentare

Thorsten Fink blickt optimistisch in die ZukunftThorsten Fink blickt optimistisch in die Zukunft©Maxppp

Seit gut einem Jahr ist Thorsten Fink Trainer des Hamburger SV. Trotz sportlich schwieriger Zeiten bewies der ehemalige Bayern-Spieler Durchhaltevermögen und hat endlich einen Kader zur Verfügung, den er nach seinen Wünschen formen kann. Vieles spricht dafür, dass mit dem HSV wieder zu rechnen ist.

Am 13. Oktober 2011 wurde Thorsten Fink offiziell als neuer Trainer des Hamburger SV vorgestellt. Die Verantwortlichen der Hanseaten überwiesen rund 1,5 Millionen Euro Ablöse, um den ehemaligen Bayern-Spieler vom FC Basel loszueisen. Fink sollte der Mannschaft eine neue spielerische Identität verleihen und den Klub vor dem drohenden Abstieg retten. Letztlich führte der 44-Jährige sein Team auf den 15. Tabellenplatz, fußballerische Glanzleistungen suchte man vergebens.

Im Sommer investierte der Verein nach misslungenem Saisonstart unmittelbar vor Ablauf der Transferperiode rund 23 Millionen Euro in neues Personal. Vor allem Rafael van der Vaart sorgte für einen spürbaren Qualitätsanstieg, zudem bietet René Adler sicheren Rückhalt. „Es war ein verrücktes Jahr“, blickt Fink im ‚kicker‘ zurück, „ich war schon als Spieler ein Kämpfer und habe immer von meiner guten Kondition gezehrt. Jetzt kann ich mein Team so formen, wie ich es mir vorstelle.

Vor allem Durchhaltevermögen benötigte Fink in seinem ersten Jahr an der Elbe. Auch in der aktuellen Saison sprach zunächst vieles gegen den Trainer. Die Mannschaft verlor die ersten drei Bundesligaspiele und unterlag dem Karlsruher SC in der ersten Runde des DFB-Pokals (2:4 n.V.). Nach der guten Ausbeute von zehn Punkten in den vergangenen vier Spielen scheinen Team und Trainer endlich eine Einheit zu sein. „Ich arbeite mit der Mannschaft zwar seit einem Jahr, aber meine Arbeit geht jetzt erst los“, so Fink, der dennoch vor überzogener Erwartungshaltung warnt: „Von Europa zu reden, ist viel zu früh.

Martin Müller-Lütgenau

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