Bayer Leverkusen steht nach der verkorksten Saison 2016/17 ein Umbruch auf fast allen Ebenen ins Haus. Interimstrainer Tayfun Korkut wird den Verein wieder verlassen, als Nachfolger im Gespräch sind mehrere Kandidaten wie Domenico Tedesco (Erzgebirge Aue), Martin Schmidt (Mainz 05), Peter Bosz (Ajax Amsterdam), der vereinslose Frank de Boer oder Lucien Favre (OGC Nizza), um den auch Borussia Dortmund buhlt.

Seinen Hut nehmen muss womöglich auch Michael Schade. Der Geschäftsführer hatte nach dem 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Köln am Samstag das Ende von Korkut ausgeplaudert – noch vor der offiziellen Bekanntmachung von Vereinsseite. Laut ‚Bild‘ „häufen sich die Gerüchte“, dass Schade im Sommer gehen muss oder seinen Rücktritt erklären wird.

Quartett bei passendem Preis weg?

Das Boulevardblatt nennt darüber hinaus vier Bayer-Profis, die den Verein verlassen dürfen, sollten entsprechende Angebote einflattern. Demnach wolle man Karim Bellarabi, dem langzeitgesperrten Hakan Calhanoglu, Kevin Kampl und Chicharitokeine Steine in den Weg legen.

Alle vier zählen zwar zum Stammpersonal, liebäugeln aber immer wieder mit einem Weggang aus Leverkusen. An Kampl soll Atlético Madrid dran sein, Chicharito ist bei Los Angeles FC und Ex-Klub Manchester United im Gespräch.

Weitere Stammspieler auf dem Sprung

Den Verein fix verlassen wird Ömer Toprak, der beim BVB anheuert. Vom FC Bayern heiß umworben wird zudem Julian Brandt, der angesichts der nötigen Spielpraxis für die WM 2018 aber einen Verbleib in der BayArena nicht ausschließt.

Offen ist, wie es mit Stefan Kießling weitergeht, der seit elf Jahren zum Vereinsinventar gehört. Nach der Partie am Wochenende sagte der Stürmer bei ‚bundesliga.de‘: „Dass meine Hüfte und mein körperlicher Zustand nicht der frischeste ist und ich am Sonntag auch mit Sicherheit auf meiner Couch liegen bleiben werde, damit muss ich auch umgehen können. Deswegen werde ich mir überlegen, ob ich überhaupt weitermachen werde.

Der Werksklub wird sich im Sommer gezwungenermaßen einigen Umbaumaßnahmen unterziehen. Allein wie tief die Eingriffe gehen werden, ist noch nicht abzusehen.