Für Ricardo Rodríguez könnte es aktuell nicht besser laufen. In seiner Schweizer Heimat zum Fußballer des Jahres gekürt und von Trainer Dieter Hecking noch vor David Alaba zum besten Linksverteidiger der Bundesliga geadelt, hat der 22-Jährige zuletzt mit drei Treffern gegen Leverkusen (4:1) und Bremen (2:1) für Schlagzeilen gesorgt. Diese Leistungen sind auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben.

Wie die ‚Wolfsburger Allgemeine Zeitung‘ berichtet, hat der FC Bayern München Rodríguez schon länger ins Visier genommen. Demnach wollte der Rekordmeister den Nationalspieler, auf den auch Manchester United ein Auge geworfen hat, bereits im Sommer an die Isar lotsen. Letzten Endes entschied man sich aber für den deutlich günstigeren Juan Bernat vom FC Valencia. Mit dem Spanier sowie David Alaba, der sich selbst allerdings im defensiven Mittelfeld sieht, ist die linke Abwehrseite des FCB rein formell doppelt besetzt.

FCB-Angebot im Winter?

Rodríguez’ starke Leistungen haben das Interesse der Münchner nun aber wieder auflodern lassen. Bereits im Winter könnte dem VfL dem Blatt zufolge ein neues Angebot für den gebürtigen Züricher ins Haus flattern. Wolfsburg würde den bis 2016 laufenden Vertrag mit seinem Aushängeschild naturgemäß gerne vorzeitig verlängern, doch in dieser Hinsicht gab es zuletzt einige Verwirrung.

Coach Dieter Hecking tat öffentlich kund, dass seines Wissens nach Verhandlungen mit Rodríguez laufen: „Ich mache mir keine Gedanken, ich weiß, dass mein Sportdirektor in Gesprächen ist.“ Der Linksverteidiger selbst hat davon aber offenbar noch nichts mitbekommen: „Ich warte nicht drauf. Was er sagen möchte, soll er sagen, ich habe noch nichts gehört, er hat noch nichts gemacht.

Ohnehin hat der Schweizer aktuell kein Interesse, Gespräche über eine Vertragsverlängerung zu führen. „Das inte­ressiert mich jetzt nicht, ich muss mich auf die Spiele konzentrieren“, spielt Rodríguez auf Zeit. Eben jene läuft dem VfL Wolfsburg aber davon. Kommt es bis zum Saisonende zu keiner Einigung, stehen die Zeichen eindeutig auf Trennung.

Rodríguez selbst hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, in naher Zukunft regelmäßig in der Champions League spielen zu wollen. Man darf gespannt sein, wie schnell sich der Wunsch des Ausnahmetalents erfüllt. Und vor allem: Wo?