Du kannst als Trainer nicht deine prominentesten Spieler als Gegner haben“, ließ Uli Hoeneß durchblicken, was zum Rauswurf von Carlo Ancelotti beim FC Bayern München geführt hatte. Im Interview mit ‚Sky Italia‘ äußert sich der Trainer nun zu den Vorwürfen.

„Probleme mit den Spielern gab es nicht“

Zu meinen Spielern war das Verhältnis stets gut. Mit allen. Ich habe immer versucht, alle gleich zu behandeln und zu respektieren. So war es auch bei den Bayern. Probleme mit den Spielern gab es nicht. Ich habe gehört, einige Spieler waren gegen mich. Davon weiß ich aber nichts“, weist der 58-Jährige die Vorwürfe zurück, ohne – wie es für Ancelotti auch untypisch wäre – nachzutreten.

Dennoch schlägt der nonchalante Italiener auch deutliche Töne an, was die Akzeptanz seiner Entscheidungen betrifft: „Es muss auch klar sein, dass ich eine Aufstellung bestimmen muss. Elf müssen auf den Platz, sieben auf die Bank. Die Spieler müssen dann intelligent genug sein, die Entscheidungen zu akzeptieren und es muss die Stärke des Klubs sein, den Trainer zu unterstützen.

Der dreifache Champions League-Sieger lässt sich aber nicht beirren: „Ich bin immer ruhig, so ist mein Charakter. Also bin ich auch jetzt ruhig. Ich wüsste nicht, warum ich nervös sein sollte. Was ist schon passiert? München ist Vergangenheit. Die Entlassung ist Teil des Jobs und ich bin nicht überrascht. Ich habe ein Abenteuer beendet und bereitete mich nun auf das nächste vor.

Pause bis kommendes Jahr

Allzu bald wird man Ancelotti aber nicht auf einem Trainerstuhl sehen. Der Übungsleiter wird mindestens bis zum kommenden Sommer eine Pause einlegen. „Die kommenden zehn Monate werde ich mich ausruhen. In dieser Zeit werde ich kein Team trainieren“, versichert Ancelotti.