Borussia Mönchengladbach muss den zweitschlechtesten Saisonstart der Vereinshistorie erst einmal verdauen. Dabei hatte Lucien Favre in der Sommerpause eindringlich darauf hingewiesen, dass es Zeit benötigen würde, den Verlust der beiden Säulen Max Kruse und Christoph Kramer aufzufangen. „Zunächst einmal gilt es jetzt, den Kopf wieder hochzunehmen und in der Trainingswoche an den Fehlern zu arbeiten, die wir in den ersten beiden Spielen gemacht haben“, gibt Max Eberl die Marschroute aus, vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen keine Panik aufkommen zu lassen.

Das gleiche Prinzip gilt laut Eberl auch für die verbleibenden sechs Tage auf dem Transfermarkt. „Wir werden jetzt wegen zwei Auftaktniederlagen nicht kopflos agieren“, erklärt der ‚Fohlen‘-Manager, der sich aber alle Möglichkeiten offenlässt: „Wir halten immer die Augen offen und beobachten den Markt. Wenn sich etwas ergibt, wie es zuletzt bei Nico Schulz der Fall war, schlägt man zu. Und das gilt auch für die kommenden sechs Tage.“

Norwegen-Schnäppchen im Fokus

Um zwei mögliche Kandidaten rankten sich in den vergangenen Tagen Gerüchte. Der eine ist Stürmer Adama Diomande vom norwegischen Erstligisten Stabaek IF. Schnelligkeit, Durchsetzungsvermögen und eine starke Technik zeichnen den 25-Jährigen neben seinem ausgeprägten Torriecher aus. Mit 17 Treffern in 21 Saisonspielen zählt der wuchtige Rechtsfuß zu den besten Mittelstürmern im skandinavischen Raum. Er könnte somit die passende Alternative zu Josip Drmic sein, der seit seinem Wechsel von Bayer Leverkusen zur Borussia noch Anpassungsprobleme hat.

Ebenfalls auf der Liste: Diomandes Landsmann Kristoffer Ajer. Der 17-Jährige in Diensten von IK Start Kristiansand fühlt sich in der Mittelfeldzentrale und hinter der Spitze wohl. In der laufenden Saison trug sich der 1,96m-Hüne bereits achtmal in die Torschützenliste ein und steuerte zudem vier Assists bei. Darüber hinaus ist der Rechtsfuß für seine Körpergröße überraschend leichtfüßig. Ihm wird in Skandinavien eine goldene Zukunft prophezeit. Weil sein Vertrag 2016 ausläuft, wäre er für wenig Geld zu haben. Nicht ausgeschlossen, dass Eberl in den kommenden Tagen für einen der beiden Spieler noch einmal ein Angebot einreicht.