Wahnwitzige 150 Millionen Euro soll ein chinesischer Klub für Pierre-Emerick Aubameyang geboten haben. Das jedenfalls behauptete ein italienischer Journalist vergangene Woche. „Mit hypothetischen Dingen beschäftige ich mich nicht“, lautete die schroffe Antwort von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Der 57-Jährige ist sich aber im Klaren darüber, dass derartige Summen angesichts der Marktentwicklung nicht mehr utopisch sind.

Klar wissen wir, dass Auba voll im Fokus steht. Aber der BVB ist im Europa-Ranking an siebter Stelle. Und wir haben in den vergangenen vier Jahren zweimal eine Gruppenphase vor Real Madrid gewonnen, was nicht vielen Klubs gelingt. Ich glaube nicht, dass es viele Vereine gibt, zu denen Auba überhaupt hingehen will“, erklärt Watzke der ‚Bild‘.

Unverkäuflich sei aber auch der gabunische Superstar nicht. „Im Fußball gibt es grundsätzlich und unabhängig von Namen immer Schmerzgrenzen. Aber wir beschäftigen uns mit dieser Frage überhaupt nicht.“ Wo diese liegt, lässt er offen. Verständlich, schließlich lässt sich bezüglich der inflationären Marktpreisentwicklung schwierig prognostizieren, welchen Wert etwa 150 Millionen Euro in ein oder zwei Jahren besitzen. Aubameyang selbst träumt weiter von Real Madrid. Die Königlichen um Trainer Zinédine Zidane aber erklärten jüngst, der Torjäger passe nicht in ihr Konzept. Die portugiesische Zeitung ‚A Bola‘ behauptet derweil, der AC Mailand mache sich Hoffnung auf eine Verpflichtung.

FT-Meinung: Der BVB lässt sich von den zwangsläufig aufflammenden Spekulationen um Aubameyang wenig beeindrucken. Warum auch? Sein Vertrag läuft bis 2020. Dennoch wird es sich die Führungsriege der Borussia kaum verkneifen können, ein Angebot jenseits der 100-Millionen-Marke auf seine Sinnhaftigkeit zu prüfen. Das schulden sie schließlich auch der AG.