Außergewöhnliches Talent will Donis Avdijaj wohl niemand absprechen. So richtig durchsetzen konnte sich der inzwischen 20-Jährige im Profibereich dennoch bislang nicht. Auch disziplinarische Fehltritte haben ihren Anteil daran – und könnten nun offenbar dafür Sorgen, dass sich die Wege in diesem Sommer endgültig trennen.

Wie die ‚Bild‘ berichtet, erschien Avdijaj 40 Minuten zu spät zum Testspiel gegen Drittligist SC Paderborn (1:0). In der Folge wurde er zunächst für die Partie gestrichen und steht nun unter präziser Beobachtung, denn der Kader soll ohnehin deutlich verkleinert werde. Das Fazit der ‚Bild‘: „Avdijaj droht nach China das Aus.“

Gebunden ist der kosovarische Nationalspieler an die Schalker noch bis 2019. Eine 49,5 Millionen Euro schwere Ausstiegsklausel ließ Horst Heldt einst in das Arbeitspapier des Eigengewächses einbauen. Eine solche Summe ist angesichts des jetzigen Leitungsstandes allerdings mehr als utopisch.

Via Facebook hat sich Avdijaj selbst zur jüngsten Berichterstattung geäußert: „Liebe Schalke-Fans, da die Medienwelt gerade auf breiter Front glaubt über mich berichten zu müssen, möchte ich auch meine Sicht kurz äußern. Vor dem Spiel gegen Paderborn am Sonnabend war Frühstück um 10.30 und Abfahrt um 11.00 Uhr angesetzt. Da jedenfalls bisher die Teilnahme am Frühstück freiwillig war, bin ich um 10.36 Uhr erschienen. Also 24 Minuten vor Abfahrt. Sollte ich etwas falsch bezüglich der Freiwilligkeit der Einnahme des Frühstücks verstanden haben, so muss ich mich entschuldigen.“

FT-Meinung: Die Schalker sollten es sich zweimal überlegen, einen solch hochtalentierten Jungen aus der Knappenschmiede ohne größere Not endgültig abzugeben. Möglich wäre auch eine weitere Leihe, sollte Avdijaj auch unter Domenico Tedesco keine realistischen Aussichten auf regelmäßige Einsätze haben.