Frische 222 Millionen Euro stehen dem FC Barcelona derzeit zur Verfügung, um einen Nachfolger für Neymar zu finden. Das Problem der Katalanen: Andere Vereine scheinen das Geld nicht zwingend zu wollen. Spätestens seit dem heutigen Freitag ist Wunschspieler Philippe Coutinho vom Markt. Der FC Liverpool verkündete offiziell, dass der Brasilianer bleiben werde und man Angebote anderer Klubs „nicht in Betracht ziehe“.

Deutlicher kann der englische Traditionsverein wohl nicht werden – und hat Borussia Dortmund damit einiges voraus. Am gestrigen Donnerstag wurde der Transferpoker um Ousmane Dembélé zur Posse, als der junge Franzose sich entschied, dem Training unentschuldigt fernzubleiben.

Der BVB erklärte wenig später per Ad-hoc-Mitteilung, dass man ein Angebot des FC Barcelona für Dembélé abgelehnt habe. Gleichzeitig ließen die Schwarz-Gelben in einer kunstvoll verklausulierten Formulierung durchblicken, dass man im Fall Dembélé dennoch gesprächsbereit ist: Der Transfer sei „aktuell nicht überwiegend wahrscheinlich.“

Coutinho-Absage für den BVB ein Glücksfall

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke formuliert es gegenüber ‚Funke Sport‘ eindeutiger: „Wenn einer 500 Millionen bietet, kriegt er jeden Spieler. Ein Thema ist nie durch, bis die Transferperiode zu Ende ist.“ 500 Millionen werden es wohl nicht, doch der BVB hat momentan wohl beste Chancen, seinen Wunschpreis in Höhe von 150 Millionen Euro doch noch zu bekommen.

Barça wählt derzeit jedoch noch einen vorsichtigeren Ansatz. Laut einem neuen Bericht der ‚Marca‘ haben die Katalanen ihr Angebot angepasst und bieten nun fixe 90 Millionen zuzüglich 40 Millionen als erfolgsabhängige Bonuszahlungen. Bringen wird dies wohl nichts, zumal sich die Marktposition des BVB durch die Coutinho-Absage signifikant verbessert hat. Barça gerät zunehmend unter Druck und wird sich dem Willen der Dortmunder wohl beugen müssen.

Auch Eriksen auf der Liste

Die Katalanen haben derweil ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Laut ‚transfermarketweb.com‘ haben die Blaugrana erste Gespräche mit Tottenham Hotspur über einen Transfer von Christian Eriksen initiiert. Die Spurs seien von der Aussicht, den Dänen ziehen zu lassen, aber nur wenig angetan.