Das Gastspiel beim FC Bayern München war kein Bewerbungsvideo für Arturo Vidal. Der defensive Mittelfeldspieler spielte beim 1:5 ähnlich schwach wie der Rest seiner Kollegen von Bayer Leverkusen. Ansonsten wusste der 23-Jährige allerdings regelmäßig mit starken Leistungen zu überzeugen und gilt als einer der stärksten Mittelfeldspieler der Liga.

Wohl deshalb ist der FC Bayern hellhörig geworden. Der Rekordmeister sucht nach Verstärkungen, um die aktuelle, verkorkste Saison im kommenden Jahr vergessen zu machen. Vidal stieg auf den Flirt aus Süddeutschland ein und nannte die bayrische Metropole „eine schöne Stadt.“ Bei der ‚Werkself‘ blieb man ruhig. „Er ist ein freundlicher Mensch. Wenn jemand ihn nach Rom, Turin oder anderen großen Städten fragt, wird er auch sagen, wie toll es da ist“, versuchte Sportchef Rudi Völler den Satz seines Schützlings zu relativieren.

Nach Informationen von ‚Sport 1‘ ist die Aussage von Vidal allerdings nicht annähernd so harmlos, wie Bayer es zu vermitteln versucht. Demnach hat sich der Mittelfeldmann intern bereits für den Transfer zum Rekordmeister ausgesprochen und drängt auf den Wechsel. Völler verweist öffentlich auf den Vertrag des Chilenen. Dieser läuft bis 2012.

Genau darin liegt die Gefahr für Leverkusen: Der kommende Sommer ist somit die letzte Chance auf eine Ablöse. Alle Versuche von Bayer, Vidals Arbeitspapier bei der ‚Werkself‘ zu verlängern, liefen ins Leere.



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