Im Januar noch scheiterte der Wechsel von Callum Hudson-Odoi zum FC Bayern denkbar knapp. Ein Achillessehnenriss war es schließlich, der den sicher geglaubten Deal platzen ließ. Im Anschluss lautete dann die Frage: Holen die Bayern das englische Juwel zu einem späteren Zeitpunkt oder kann Frank Lampard das Blatt noch wenden?

Im Herbst schlug Hudson-Odois Pendel dann endgültig in Richtung Blues aus. Über seine Entscheidungsfindung und das Verhältnis zu seinem Trainer Lampard sagt der inzwischen 19-Jährige gegenüber der ‚BBC‘: „Er will, dass ich für ihn spiele. Es gab einfach ermutigende Zeichen, die man von einem Trainer hören möchte.“

„Ein Gespräch“ entscheidend

Den Ausschlag gegeben habe nicht ein langer Prozess, sondern ein einziges Schlüsselerlebnis, schildert Hudson-Odoi. Auf Nachfrage der ‚BBC‘, wie viele Gespräche denn nötigt gewesen seien, erwidert der zweimalige Nationalspieler: „Eins. Ich kann nicht genau sagen, was er zu mir gesagt hat. Aber er meinte, dass er an mich glaubt, dass ich hart arbeiten soll und dass es für mich bei diesem Klub sehr gut laufen wird, wenn ich an mich glaube. Dann würde er auch an mich glauben.“

Im September schließlich unterschrieb Hudson-Odoi ein bis 2024 datiertes Arbeitspapier beim FC Chelsea. Sämtliche Wechselambitionen sind somit bis auf weiteres zu den Akten gelegt. Sollte sich Hudson-Odoi so entwickeln wie erwartet, könnten die Bayern allerhöchstens in einigen Jahren noch einmal ihr Glück versuchen.

Mit drei Vorlagen in sechs Einsätzen waren die ersten Auftritte nach der schweren Verletzung schon sehr vielversprechend. Noch pendelt Hudson-Odoi zwischen Startelf und Bankplatz. Doch Lampard setzt absolut auf den pfeilschnellen und dribbelstarken Rechtsfuß. Gleiches wäre wohl beim FC Bayern der Fall gewesen. Dort bleibt zu hoffen, dass Leroy Sané nach seinem etwas unfreiwilligen Verbleib bei Manchester City nicht ebenso umschwenkt.