Bayern ist mein Verein und wird auch immer mein Verein bleiben. Deshalb kann ich mir auch vorstellen, irgendwann mal dorthin zurückzugehen. Ob aber als Spieler oder in einer anderen Funktion - das weiß ich nicht.“ Bereits im Januar sendete Sandro Wagner eine Liebesbekundung an seinen Jugendverein FC Bayern, bei dem er von 1995 bis 2008 spielte. Und noch immer hat Wagner eine Rückkehr an die Säbener Straße nicht abgeschrieben.

Die Münchener erwägen derzeit, ob sie einen zweiten klassischen Mittelstürmer als Backup für den gesetzten Robert Lewandowski an Bord holen wollen. Eine Rolle, für die der erfahrene Wagner bereits im vergangenen Sommer ins Spiel gebracht wurde. Letztlich entschied sich der 29-Jährige aber für einen Wechsel von Darmstadt 98 zur TSG Hoffenheim, mit der er nun – auch dank seiner elf Saisontore – vor dem Sprung in die Champions League steht.

Einen Treueschwur gegenüber seinem Arbeitgeber vermeidet Wagner im Interview mit dem ‚kicker‘ ganz bewusst. Der Angreifer sagt: „Ich bleibe dabei: Ich lege mich nicht mehr fest. Das ist aber keine Zockerei. Ich habe einfach schon zu viel erlebt, das Geschäft ist manchmal total verrückt.“ Im Winter ereilte ihn etwa ein millionenschweres Angebot aus China. „Das hat mich schon ein paar Tage beschäftigt, da es um sehr viel Geld ging und ich Familienvater bin."

Und weiter: „Aber wenn man ganz ehrlich ist, muss man auch sagen: Einige Entwicklungen derzeit sind nicht normal.“ Eher infrage kommt für Wagner da schon eine Rückkehr zum FCB – auch, da seine Familie nach wie vor in München lebt. So erklärt er, angesprochen auf die Rolle des Lewandowski-Backups: „Das ist nicht meine Baustelle, auch wenn bei einem Angebot von den Bayern wohl jeder ins Grübeln kommen würde.“ Eine Aussage, die zumindest ein wenig Raum für Spekulationen lässt.

WunschdenkenFT-Meinung: Wagner würde bei einer Anfrage der Bayern nicht „Nein“ sagen. Auch wenn sein aktueller Trainer Julian Nagelsmann vermutet: „Ich glaube nicht, dass er glücklich werden würde, wenn er immer neben Carlo (Ancelotti, d. Red.) sitzt.“ Dass tatsächlich ein Angebot aus München eintrudelt, ist unwahrscheinlich. Sollte ein Lewandowski-Ersatz kommen, könnte er womöglich einen international bekannteren Namen tragen. Wagner wird es verschmerzen können, spielt er doch mit der TSG in der kommenden Saison international.