Acht Millionen Euro Leihgebühr und eine Kaufoption über 120 Millionen Euro: Philippe Coutinho könnte zum mit Abstand teuersten Transfer der Bundesliga werden. Dafür muss die Leihgabe vom FC Barcelona nun ein Jahr lang beim FC Bayern für sich werben.

Im Interview mit ‚Sky‘ sagt Coutinho: „Niemand kann vorhersehen, was nächstes Jahr passieren wird. Das hängt von sehr vielen Faktoren ab. Ich kann nur sagen: In diesem Jahr werde ich hart dafür arbeiten, dass wir alle unsere Ziele erreichen. Ich persönlich möchte natürlich auch eine starke Saison spielen. Und dann werden wir sehen, wohin das führt.“

Den Ausschlag für den Wechsel nach München gaben demnach die persönlichen Bemühungen von Hasan Salihamidzic und Karl-Heinz Rummenigge. „Hasan war gemeinsam mit Rummenigge in Barcelona“, erinnert sich Coutinho, „dort haben wir lange miteinander gesprochen. Ich fand es enorm, dass beide mich persönlich sehen wollten, um mich zu überzeugen. Das alleine zeigt, wie wichtig ich ihnen bin.“

Coutinho war „ganz entspannt“

Zuvor war Coutinho wochenlang als mögliches Tauschobjekt in Barças Neymar-Poker mit Paris St. Germain gehandelt worden. Trotzdem war der 27-Jährige „ganz entspannt“ und wollte „einfach nur Fußball spielen“. Der Rechtsfuß weiter: „Als sich dann die Möglichkeit auftat, zum FC Bayern zu gehen, habe ich nicht lange überlegt. Sie haben mir ihr Projekt vorgestellt und haben mir direkt das Gefühl gegeben, dass sie mich unbedingt wollen. Das war für mich ehrlich gesagt das Wichtigste. Ich bin jetzt sehr glücklich, diese Entscheidung getroffen zu haben.“

Bislang lief Coutinho dreimal in Pflichtspielen für die Bayern auf, wartet aber noch auf seine erste Torbeteiligung. Zum Champions League-Auftakt am morgigen Mittwoch gegen Roter Stern Belgrad (21 Uhr) könnte der Zehner wieder in die Startelf rücken. Am vergangenen Samstag bei RB Leipzig (1:1) wurde Coutinho erst in der 88. Minute eingewechselt. Werbung in eigener Sache war da schwierig.