Beim FC Bayern will man sich vorerst nicht entlocken lassen, wie die Tendenz bei Philippe Coutinho momentan aussieht. „Darüber werden wir entscheiden, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist“, stellt Karl-Heinz Rummenigge im ‚kicker‘ klar.

Für vertraglich verankerte 120 Millionen Euro können die Münchner den Edeltechniker im Anschluss an die Saison festverpflichten. Womöglich kommt der deutsche Rekordmeister am Ende sogar billiger davon. Spanische Medien deuteten zuletzt an, dass man beim FC Barcelona unter Umständen zu einem Preisnachlass bereit sei.

Rummenigge lobt Coutinho

Fußballerisch – da ist man sich an der Säbener Straße sicher – hat Coutinho sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft. In menschlicher Hinsicht passt es aber bislang. „Er hat sich sehr schnell beim FC Bayern eingelebt“, befindet Rummenigge. Coutinho sei „ein sehr angenehmer“ Mensch, habe „keinerlei Star-Allüren“ und sei im gesamten Verein „sehr beliebt“. Rummenigge resümiert: „Wir sind mit dem Transfer sehr zufrieden.“

Klar ist aber auch: Es gibt mehrere Personalien zu berücksichtigen. Kommen sollen im nächsten Sommer Leroy Sané (Manchester City) und Kai Havertz (Bayer Leverkusen). Beide Transfers würden nach menschlichem Ermessen jeweils eine dreistellige Millionensumme verschlingen. Budget für einen Coutinho-Deal bliebe dann nicht mehr.

An dieser Stelle müssen Rummenigge und Co. früher oder später eine Prioritätenliste erstellen. Und momentan hat es den Anschein, als bliebe Coutinho hier nur der dritte Platz – was gleichbedeutend wäre mit dem Abschied nach nur einem Jahr.