Aus einem „nächste Saison spiele ich definitiv in Leipzig“ im März wurde unlängst ein „wenn überhaupt, wird das erst nach dem Turnier ein Thema“. Für Timo Werner kommt ein Vereinswechsel nach anfänglichem Treuebekenntnis mittlerweile wohl doch infrage. Eine heiße Spur könnte zum FC Bayern führen.

Dort besetzt seit vier Jahren Robert Lewandowski das Angriffszentrum, der Pole will jedoch weg. Und obwohl die FCB-Bosse einem Verkauf den Riegel vorschoben, muss man sich an der Säbener Straße wappnen. Schließlich erscheint ein Leistungseinbruch bei einem demotivierten Lewandowski nicht völlig ausgeschlossen.

„Es gab Kontakt“

An Werner waren die Münchner derweil schon 2014 dran. Berater Karlheinz Förster bestätigt der ‚Sport Bild‘: „Es gab damals lockeren Kontakt. Damals hätte es aber nicht gepasst, der Schritt wäre für Timo noch nicht der richtige gewesen.“ Der heute 22-Jährige blieb zunächst beim VfB Stuttgart, ehe er ab 2016 bei RB den Durchbruch schaffte und zum deutschen Nationalspieler aufstieg.

Als solcher passt er genau ins Raster des FCB. Das beweisen die jüngsten Verpflichtungen von Niklas Süle, Sebastian Rudy, Serge Gnabry, Leon Goretzka und Sandro Wagner. Bevor aber eine Entscheidung über Werners Zukunft fällt, will man „erstmal die WM abwarten“, so Förster. Der Vertrag des Sprinters in Sachsen ist noch bis 2020 datiert.

FT-Meinung: Spielt Werner ein überzeugendes Turnier, wäre RB in einer hervorragenden Verhandlungsposition. Dann werden neben den Bayern auch weitere Spitzenklubs anklopfen. Ob der deutsche Rekordmeister in diesem Sommer überhaupt Bedarf sieht, hängt von den weiteren Entwicklungen im Fall Lewandowski ab. Ob dann tatsächlich Konterstürmer Werner der ideale Ersatz für den robusten Strafraumspieler Lewandowski wäre, sei einmal dahingestellt.