Matthias Sammer weiß, dass wir Lars Bender behalten“, stellt Sportdirektor Rudi Völler am heutigen Montag in der ‚Bild‘ klar. Damit reagieren die Verantwortlichen von Bayer Leverkusen auf das Interesse des FC Bayern München an dem defensiven Mittelfeldspieler, das Trainer Jupp Heynckes in der Öffentlichkeit indirekt bestätigt hat. Der 23-Jährige, dessen Vertrag bei der ‚Werkself‘ 2017 endet, könnte eine adäquate Ersatzlösung für Wunschspieler Javi Martínez von Athletic Bilbao sein.

Völlers Worte haben in München offenbar wenig Eindruck hinterlassen. „Wir können uns vorstellen, dass Lars Bender ein Thema wird bei Bayern“, zitiert die ‚Bild‘ Karl-Heinz Rummenigge, „es gibt bei jedem Spieler einen Preis. Und wenn wir bereit sind, diesen zu zahlen, ist es vorstellbar, dass der Spieler das Trikot des FC Bayern trägt.“ Die für Martínez veranschlagten 40 Millionen Euro würde der Nationalspieler nicht kosten, zum Schnäppchenpreis wäre er allerdings auch nicht zu haben.

Dass Leverkusen einen seiner jungen Leistungsträger ziehen lässt, steht nicht zu erwarten. Dies musste unlängst bereits André Schürrle erfahren, dessen möglicher Wechsel zum FC Chelsea von den Bayer-Verantwortlichen abgeschmettert wurde. „Mal sehen, ob Karl Hopfner in München die Drähte glühen lässt und die Dinge ein Stück weiter vorantreiben kann“, erklärt Rummenigge. Dass Bender in diesem Sommer nach München wechselt, darf zumindest bezweifelt werden, gänzlich unterschätzen sollte man den Lockruf des Rekordmeisters allerdings nicht.