Immer wieder diese leidigen Berater – es könnte so etwas wie die Überschrift der vergangenen Wochen im Leben von Christian Heidel sein. Der Verbleib von Max Meyer droht am zerrütteten Verhältnis zu Roger Wittmann zu scheitern. Darüber hinaus muss sich Heidel der Klage des Vermittlers Giacomo Petralito stellen. Der Schweizer fordert satte 500.000 Euro Provision für seine vermeintliche Beteiligung an Heidels Wechsel von Mainz 05 zu Schalke 04 im Jahr 2015.

Petralito zufolge hatte Heidel im Zuge der Gespräche eine SMS mit folgendem Inhalt geschickt, wie er laut ‚Bild‘ am gestrigen Mittwoch im Mainzer Landgericht erläuterte: „Giacomo, sollte das tatsächlich mit Schalke 04 klappen, werde ich das finanziell in Ordnung machen.“ Diese Nachricht sei bis heute nicht gelöscht worden. Außerdem behauptete Petralito: „Bevor es zum ersten Treffen mit Clemens Tönnies kam, hat Christian Heidel alle zwei Tage bei mir angerufen, um zu erfahren, ob es wirklich dazu kommt.“

Heidel widerspricht

Der Schalke-Manager wiederum versuchte herauszustreichen, dass sich der 68-jährige Vermittler lediglich aufgedrängt hatte: „Ich kenne diesen Herrn überhaupt nicht, hatte ihn einmal 15 Jahre vorher getroffen. Und da fällt er mir um den Hals und fragt, wie es meiner Familie gehe.“ Des Weiteren habe er den Kontakt zu Petralito abgebrochen, sobald klar wurde, dass dieser Vermittlungsgebühren fordert: „Ich brauche keinen Berater.“

Auf die Provision, die ihm von Schalke 04 für seine Dienste zugestanden hätte, verzichtete der Agent nach ‚Bild‘-Informationen. Stattdessen fordert er nun die volle Summe von Heidel. Die von Richterin Ingrid Kabey-Molkenboer vorgschlagene Vergleichssumme schlug Petralito aus. Seine Begründung: „Ich habe Christian Heidel möglich gemacht, dass er sich sportlich sowie finanziell verbessert und heute das Dreifache von dem verdient, was er zuvor in Mainz hatte.“

Am 8. Mai soll der Prozess nun fortgesetzt werden. Dann wird es Petralito obliegen, die von ihm angesprochenen Nachweise vorzulegen.