Karl-Heinz Rummenigge hat erneut betont, dass der FC Bayern Jérôme Boateng keine Steine in den Weg legen würde. Auf der heutigen DFL-Generalversammlung sagte der Vorstandsboss des FC Bayern laut ‚Sky‘ über Boateng: „Es wird nicht einfach für ihn, seine Einsätze zu bekommen. Dann wird er nicht zufrieden sein. Wenn er den Klub verlassen will, muss er es sagen.“ Allerdings fehlen nach wie vor Angebote, so Rummenigge.

In der Innenverteidiger-Hackordnung der Bayern steht der Weltmeister von 2014 hinter Niklas Süle, Lucas Hernández und Benjamin Pavard nur noch an vierter Stelle. Daran änderte auch seine gute Vorbereitung nichts, in der er noch Lob von Trainer Niko Kovac eingeheimst hatte. Schon nach Ablauf der vergangenen Saison hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß in Boateng einen „Fremdkörper“ ausgemacht und dem 30-Jährigen einen Wechsel nahegelegt.

Stänkert sich Sanches weg?

Neben Boateng ist auch Renato Sanches unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten beim Rekordmeister. Nach dem 2:2 gegen Hertha BSC zum Ligaauftakt am vergangenen Freitag bestätigte der Europameister von 2016 erneut, den Klub verlassen zu wollen. Dafür handelte sich Sanches eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro ein. Es war schließlich nicht das erste Mal, dass der 23-Jährige seinem Unmut in der Öffentlichkeit freien Lauf ließ.

Rummenigge betonte zwar, Sanches „als Spieler“ zu mögen, wies aber auch daraufhin: „Wir müssen eine Lösung finden, die er mitspielt und die für den Trainer tragbar ist.“ Mit Michaël Cuisance kam zuletzt neue Konkurrenz ins ohnehin schon recht dicht besiedelte zentrale Mittelfeld des FC Bayern. Neuester Interessent für Sanches ist derweil der Ligue 1-Vertreter OSC Lille. Ob die Nordfranzosen den Vorstellungen des Portugiesen entsprechen, ist unklar.

FT-Meinung: Gehen sowohl Boateng als auch Sanches noch in diesem Sommer, ist der gerade erst mit drei neuen Spielern aufgefüllte Bayern-Kader schon wieder zu klein. Entsprechend darf man davon ausgehen, dass die Münchner noch einige Transferoptionen in der Hinterhand haben, um für alle Szenarien gewappnet zu sein.