Fredi Bobic hat auf das mittlerweile geschlossene Sommertransferfenster zurückgeblickt. Im Interview mit ‚Transfermarkt.de‘ schildert der Sportvorstand unter anderem, wie es zur kurzfristigen Rückholaktion von Kevin Trapp kam, obwohl man damit Gefahr läuft, den erst kurz zuvor verpflichtete Frederik Rönnow vor den Kopf zu stoßen: „Wir haben uns das absolut nicht leicht gemacht und uns auch diese Fragen gestellt, ganz klar“, sagt Bobic.

Der ehemalige Nationalspieler erläutert: „Wir sind mit Frederik in den Dialog gegangen. Er ist eigentlich unser Torhüter der Zukunft, wir haben ihn nicht umsonst lange beobachtet, viele Gespräche geführt und verpflichtet. In der Woche, als wir uns entschlossen haben, Kevin Trapp zurückzuholen, war er wieder verletzt [Knieprobleme; d. Red.]. Der eine oder andere sagt nun: Das hätte man wissen müssen. Nein, das kann man nicht, wenn so etwas dazwischenkommt.“

Nicht geklappt hat dagegen der Transfer von Kevin Mbabu. FT hatte exklusiv berichtet, dass der Rechtsverteidiger von den Young Boys Bern der Wunschspieler von Trainer Adi Hütter ist. Bobic bestätigt: „Bei Kevin waren wir auf jeden Fall interessiert. Wir hätten es sehr gerne gemacht, aber es war wirtschaftlich nicht darstellbar. Wir haben uns sehr intensiv mit ihm beschäftigt, vor allem nach der Verletzung von Timmy Chandler. Wir hatten noch andere Optionen, die uns allerdings nicht wirklich überzeugt haben.“

Bewegung bei Rebic

Bobics Meisterstück war ohnehin die Verlängerung mit Vizeweltmeister Ante Rebic bis 2022. „Rebic war eine ganz wichtige Personalie, auch um ein Zeichen zu setzen: Wir wollen nicht verkaufen, sondern verlängern und gehen dafür auch mal über unsere Grenzen hinaus. Nach der WM war Bewegung da, aber auch nicht so, dass es mir total Angst gemacht hätte. Die ganz großen Klubs waren nicht dabei“, verrät der Sportvorstand.

Und weiter: „Ich habe immer wieder betont, wie wichtig der Spieler für uns ist. Er kann das Entscheidende in einem Spiel ausmachen, das hat er nicht nur im Pokalfinale gezeigt. Solche Heroes wollen wir halten, so lange es möglich ist. Die Situation und Überzeugung, dass es mit ihm weitergehen kann, war vorhanden. Natürlich zählt auch das Monetäre, das ist ganz normal. Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist. Alle im Klub haben daran gearbeitet.“