In den Augen von Peter Bosz liegen die Gründe für sein unglücklich verlaufenes Intermezzo bei Borussia Dortmund in der Größe des Kaders. Im Gespräch mit ‚Voetbal Inside‘ sagt der Ex-Trainer des BVB: „Der Kader war mit 30 Feldspielern zu groß. Manchmal mussten deutsche Nationalspieler auf die Tribüne. Der Kader hätte einfach kleiner sein müssen.“

Bosz wusste sich offenbar gegenüber den Bossen nicht so recht durchzusetzen. „Vielleicht war ich zu naiv. Ich wollte mein neues Team erst kennenlernen, bevor ich Spieler wegschicke oder Neue hole. Gleich am Anfang wurde mir schon gesagt, dass ich einen Torhüter und zwei Innenverteidiger mitbringen sollte. Schnell wurde ersichtlich, dass wir auf diesen Positionen tatsächlich Verstärkung brauchten.“

Zudem hat Bosz noch eine besonders interessante Anekdote auf Lager. „Am ersten Tag kam ich bei Zorc und Watzke ins Büro. Sie sagten: ‚Dies ist der Kader, dieses Team möchten wir zusammenhalten.‘“ Die Bosse ergänzten laut Bosz: „Über einen Spieler solltest du nicht mehr sprechen: Aubameyang. Er wechselt für 78 Millionen zu einem chinesischen Verein.“

Tatsächlich stand der Torjäger damals kurz vor einem Wechsel zu Tianjin Quanjian. Letztlich blieb Auba aber noch bis zum Winter in Dortmund, ehe der FC Arsenal zuschlug und den Gabuner für 63,75 Millionen Euro in die Premier League lockte. Bosz musste seinerseits bereits am 9. Dezember die Segel streichen. Vorausgegangen waren 13 Pflichtspiele mit nur einem Sieg.