Das gestrige Pokal-Aus gegen den 1. FC Heidenheim hat gezeigt, dass bei Bayer Leverkusen auch unter Peter Bosz noch nicht alles Gold ist, was glänzt. Ein Stück Edelmetall, das derzeit aber regelmäßig eine hohe Karatzahl aufweist, ist Charles Aránguiz. Der Chilene ist derzeit unverzichtbar für die Werkself.

So unverzichtbar, dass Bayer nun den 2020 auslaufenden Vertrag des Chilenen verlängern will. Das berichtet die ‚Sport Bild‘. „Charly ist ein wichtiger Spieler für uns. Erst mal war es wichtig, dass er beim neuen Trainer seine Rolle findet“, erklärt Bayer-Sportchef Simon Rolfes dem Fachblatt.

Mit seinen Auftritten unter Bosz hat sich Aránguiz unverzichtbar für die Werkself gemacht. Noch keine einzige Pflichtspielminute wollte der neue Coach bisher auf den Chilenen verzichten. Anders als unter Heiko Herrlich, bei dem Aránguiz zwar wichtig für die Mannschaft war, jedoch selten spektakulär auftrat, tritt der Mittelfeldspieler nun in prominenterer Rolle auf.

Herzstück der Mannschaft

In Bosz-Stammelf agiert der 29-Jährige als alleiniger Sechser in einem 4-3-3. Aránguiz‘ Aufgabe ist es dabei, die Mannschaftsteile miteinander zu verbinden. Er trägt damit die Hauptverantwortung für den Spielaufbau, rückt jedoch immer wieder mit Dynamik in offensivere Positionen vor, von denen aus er mit tödlichen Pässen versucht, seine Mitspieler in Abschlusssituationen zu bringen. Zwei Vorlagen konnte Aránguiz in den vier Bosz-Spielen so schon sammeln.

Defensiv ist der 67-fache Nationalspieler ebenfalls einer der wichtigsten Akteure. Mit hoher Laufbereitschaft schließt er die Lücken im Verteidigungsverbund, läuft hart den Gegenspieler an und erobert Bälle zurück. Aránguiz ist Bosz‘ Allzweckwaffe und ein Spielertyp, der so nur einmal in der Werkself existiert. Die Belohnung für seine Auftritte soll folgen.