Pál Dárdai war mit den Leistungen von Mitchel Weiser alles andere als zufrieden. „Wenn sich ein Pekarik beschweren würde, dass er nicht spielt, was sollte ich ihm dann sagen? Peka macht nie einen Stellungsfehler, er gibt ordentliche Flanken, er kommt auf genauso viele Vorlagen und Tore wie Mitch. Mitch hat immer wieder das Vertrauen bekommen. Und jetzt ist der Punkt gekommen, an dem der Trainer eingreifen musste“, begründet der Trainer von Hertha BSC Weisers Halbzeitauswechslung beim 2:1 gegen Köln.

Augenscheinlich hat Weiser mit der Alten Damen bereits abgeschlossen und die neuen Arbeitgeber stehen Gewehr bei Fuß. Wie die ‚Bild‘ berichtet, haben mittlerweile Borussia Dortmund sowie Bayer Leverkusen signalisiert, dass sie die Klausel in Weisers bis 2020 datierten Vertrag ziehen wollen. In diesem Falle würde die Hertha mit elf bis 13 Millionen Euro entschädigt werden.

Allzu lange Zeit haben die beiden Champions League-Aspiranten aber nicht mehr. Die Klausel verliert bereits zum 1. Mai ihre Gültigkeit. Laut der Boulevardzeitung geht in Berlin jedoch niemand mehr davon aus, dass Weiser über den Sommer hinaus bei der Hertha bleiben wird.

Heißes ThemaFT-Meinung: Der gebürtige Troisdorfer hat die Qual der Wahl: Zurück ins heimische Rheinland oder doch ein paar Kilometer nördlich an die Ruhr. Das ebenfalls interessierte RB Leipzig scheint indes aus dem Rennen. Beim BVB würde Weiser den Konkurrenzkampf mit Platzhirsch Lukasz Piszczek aufnehmen müssen. Bei Bayer hingegen trifft der 23-Jährige auf den zwei Jahre jüngeren Benjamin Henrichs, der sich zuletzt angesichts des Interesses seines Arbeitgebers an Weiser überhaupt nicht begeistert geäußert hat.