Hans-Joachim Watzke machte zuletzt keinen Hehl daraus, dass im kommenden Sommer ein Kader-Grundsanierung auf dem Plan stehen wird. Nahezu alle Personalien von Borussia Dortmund stehen auf dem Prüfstand. Außer Marco Reus. Obwohl der gebürtige Dortmunder seit seiner Rückkehr 2012 sage und schreibe 98 Spiele verletzt verpasste, soll um den Offensivstar der neue BVB gebaut werden. Die Vertragsverlängerung mit dem 28-Jährigen hat demnach oberste Priorität.

An unserer Haltung hat sich nichts geändert. Unser Ziel ist es nach wie vor, dass Marco Reus langfristig bei uns bleiben wird“, stellt Manager Michael Zorc gegenüber der ‚Bild‘ unmissverständlich fest. Für Reus selbst spielt seine schwarz-gelbe Zukunft derzeit aber nur eine untergeordnete Rolle.

Der Offensivspieler fokussiert sich aktuell voll und ganz auf sein Comeback und will im Sommer das erste Mal bei einem großen internationalen Turnier dabei sein. Erst im Anschluss an die WM in Russland will Reus die Entscheidung über seine Zukunft treffen.

FT-Meinung: Für Watzke und Zorc gibt es keine zentralere und wichtigere Personalie als Marco Reus. Die Vertragsverhandlungen könnten sich aber als überaus schwierig gestalten. Der 29-fache Nationalspieler feiert im Sommer seinen 29. Geburtstag und folglich steht der letzte große Vertrag seiner Karriere an. Zuletzt kokettierte Reus offen damit, dass er diesen eventuell bei einem anderen großen Verein unterschreiben will. Für die Borussia wäre ein Abschied des Dortmunder Jung aber nur schwer zu verkraften.