Auf den ersten Blick müsste Borussia Dortmund sich nicht um Nuri Şahin sorgen. Der zentrale Mittelfeldspieler ist noch bis 2013 an den Klub gebunden und fühlt sich beim Tabellenführer sehr wohl. Der zweite Blick ist weniger erfreulich. Der Vertrag des Türken enthält eine Ausstiegsklausel. Der 22-Jährige könnte den BVB für vergleichsweise bescheidende sechs Millionen Euro Ablöse verlassen.

Die schwarz-gelbe Geschäftsführung um Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke suchte deshalb schon vor einiger Zeit das Gespräch mit Şahin-Berater Reza Fazeli, um auszuloten, ob man diesen lästigen Passus nicht streichen könnte. Bisher führten die Verhandlungen zu keinem Ergebnis. Um den Titelendspurt nicht mit diesem Problem zu belasten, setzte man die Gespräche aus. „Wir sollten uns komplett auf das Ende der Meisterschaft konzentrieren, danach sehen wir weiter“, erläutert Watzke im ‚kicker‘.

Auf Spielerseite stimmt man zu. „In einer Phase, in der es um so viel geht, sollte man alles zur Seite legen, im Moment besteht doch gar keine Not. Nuri denkt im Moment zu 100 Prozent an die Meisterschaft. Der Rest ist sekundär“, erklärt Fazeli. Für den BVB bürgt dieser Entschluss allerdings das Risiko, dass andere Vereine nun länger die Chance haben, Şahin schon in diesem Sommer einen Wechsel schmackhaft zu machen.



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