Hätte sich Borussia Dortmund in den vergangenen beiden Spielen gegen Werder Bremen (2:3) und Bayer Leverkusen (3:4) etwas cleverer angestellt, würde statt dem Wort „Krise“ wohl eher der Ausdruck „Höhenflug“ über dem Team prangen. Fraglos hätte der BVB beide Spiele gewinnen können. Die knappen Niederlagen offenbaren jedoch die defensiven Schwächen, die trotz all der Haaland-Hattrick-Euphorie auch gegen den FC Augsburg eklatant waren.

Seitdem ich Trainer bin, hatte ich selten eine Mannschaft, die solche Schwierigkeiten hat“, gab sich Favre nach der Niederlage gegen Bayer fast schon etwas hilflos. Sein aktuelles Mantra von der gestrigen Pressekonferenz lautet „Arbeit, Arbeit, Arbeit“, denn „das ist die einzige Lösung“. Um seinen Job muss der Schweizer noch nicht fürchten.

Platz fünf wäre das Aus

Wie der ‚kicker‘ berichtet, würde auch eine Niederlage gegen Eintracht Frankfurt am morgigen Freitagabend (20:30 Uhr) nicht automatisch ein Favre-Ende nach sich ziehen. Gleichwohl steht laut dem Fachblatt aber fest, wo die „Kreditlinie“ des Cheftrainers verläuft. Nämlich genau dort, „wo die erneute Zulassung für die Champions League in Gefahr gerät, bei Platz vier.

Sollte der BVB das Heimspiel gegen die wiedererstarkten Frankfurter verlieren, die in diesem Kalenderjahr erst zwei Punkte liegen ließen, könnte die titulierte Linie gerissen werden. Sofern Borussia Mönchengladbach (Fortuna Düsseldorf) und Bayer Leverkusen (Union Berlin) ihre auf dem Papier einfachen Partien gewinnen und die Borussia auf den fünften Platz verdrängen.