Nach 50 Minuten musste Mateu Morey am gestrigen Montag gegen Rot-Weiß Oberhausen seinen Platz räumen. Vorausgegangen war eine wenig überzeugende Leistung. Defensiv hatte er gegen seinen schnellen Gegenspieler Francis Ubabuike so seine Probleme, im Spiel nach vorne blieb der 19-jährige Spanier wirkungslos.

Ich hatte ein Jahr Pause, jetzt nochmal zwei Monate. Das ist eine komplizierte Situation“, bilanzierte Morey im Anschluss an die Partie gegenüber den ‚Ruhr Nachrichten‘. Ein Versprechen ließ er dann aber folgen: „Ich werde hart arbeiten und versuchen, so schnell wie möglich in die erste Mannschaft zu kommen. Es wird schwer, aber ich gebe alles.“

Ablösefrei war Morey im Sommer aus der Jugend des FC Barcelona zu Schwarz-Gelb gewechselt. Im Hinterkopf hatte der Youngster dabei sicherlich die Entwicklung anderer Talente wie Ousmane Dembélé und Jadon Sancho, die beim BVB früh ihre Chance erhielten und so zu Topstars ihrer Zukunft gereift sind. In Dortmund wird man dennoch ausreichend Geduld an den Tag legen, denn Morey ist noch nicht so weit.

Balerdi drängt auf Debüt

Sportlich schon wesentlich weiter präsentierte sich gestern Leonardo Balerdi. Der 20-jährige Defensivmann legte erst in der Innenverteidigung und anschließend auf der Sechser-Position einen überzeugenden Auftritt hin. „Wir haben hier eine tolle Mannschaft, wir werden von Spiel zu Spiel besser“, sagte Balerdi, der bereits zum vierten Mal in der Regionalliga auf dem Platz stand.

Zum Dauerzustand soll das nicht werden – auch wenn der 15-Millionen-Zugang aus dem Winter nun schon sehr lange auf sein Profidebüt für den BVB wartet. Seine erste Partie im Signal Iduna Park könnte Balerdi dann allerdings in einem anderen Trikot bestreiten: Im Oktober trifft er mit Argentinien in Dortmund auf Deutschland.

Wenn ich hier in Dortmund das Trikot der Nationalmannschaft anziehen könnte, vor diesem Publikum hier, das wäre natürlich etwas ganz Besonderes.“ Auf kurz oder lang – das deutet sich an – wird dann aber auch der erste Bundesliga-Auftritt folgen.