90 Millionen Euro gab Borussia Dortmund in dieser Saison bereits für neue Spieler aus. Die Investitionen sollten sich auszahlen. In der Bundesliga befinden sich die Schwarz-Gelben nach wie vor im Rennen um die Meisterschaft. Das Ende der Fahnenstange ist damit aber noch nicht erreicht.

Im Interview mit der ‚Sport Bild‘ stellt BVB-Sportchef Michael Zorc in Aussicht, dass in Zukunft der Transferrekord der Westfalen gebrochen werden könnte. Den hält derzeit noch André Schürrle, für den der BVB im Jahr 2016 30 Millionen Euro an den FC Chelsea überwies. „Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Transferperioden auch mal mehr Geld für einen Spieler ausgeben werden“, so Zorc.

Der 56-Jährige schränkt jedoch ein: „Das Wichtigste ist die wirtschaftliche Vernunft. Das heißt, dass wir uns bei unseren Ausgaben an den Einnahmen orientieren. Für den Sommer bin ich ziemlich sicher: Die Spieler, die wir behalten wollen, bleiben auch bei uns.“ Dennoch könnte der Rekordeinkauf schon im Sommer kommen. Ein Nachfolger für Christian Pulisic wird gesucht. Thorgan Hazard (Mönchengladbach) und Julian Brandt (Leverkusen) gelten als heiße Kandidaten.

Sancho-Abgang kein Thema

Mittelfristig wird es wohl auch auf der Abgabenseite zu einem neuen Rekord kommen. Nach Jadon Sancho lecken sich englische Topvereine schon jetzt die Finger. Der 18-Jährige wird bei gleichbleibender Entwicklung für mehr als 120 Millionen Euro über die Ladentheke gehen – und somit Rekordabgang Ousmane Dembélé ablösen. Zorc bestätigt: „Ich bin weit davon entfernt, Jadon ein Preisschild umzuhängen. Aber ich behaupte: Sein Transfer wäre selbst für die größten Klubs der Welt zurzeit kaum zu stemmen.

Im Sommer wird das jedoch nicht passieren. „Jadon wird in der kommenden Saison für Borussia Dortmund spielen. Wir planen definitiv mit ihm. Wobei mir auch klar ist, dass das Werben – speziell der englischen Klubs – um ihn immer stärker wird, wenn er weiter so aufdreht“, stellt Zorc klar, muss jedoch zugeben: „Er wird sicher nicht bis zu seinem Karriereende in Dortmund spielen. Auch das gehört zur Wahrheit.

Götze bleibt

Bessere Chancen auf ein Karriereende im Signal Iduna Park hat da Mario Götze. Der Vertrag des Weltmeisters von 2014 läuft zwar 2020 aus, soll jedoch zeitnah verlängert werden. Auf die Frage, ob er langfristig mit Götze plane, antwortet Zorc: „Ja. Ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Wir werden den richtigen Zeitpunkt finden, um mit ihm darüber zu sprechen.