Obwohl Erling Haaland in der Hinrunde 28 Tore im Trikot von RB Salzburg geschossen hat, erwartet man bei Borussia Dortmund keine Wunderdinge vom 19-Jährigen. Auf dem Neujahrsempfang der DFL richtete Vereinspräsident Reinhard Rauball heute einen Appell an Medien und Fans: „Den Hype haben wir nicht gemacht, Punkt eins. Punkt zwei: Er ist 19 Jahre alt, tun Sie mir den Gefallen und geben Sie ihm eine Chance, dass er sich auch entwickeln kann.“

Rauballs Aussagen zeigen, dass beim BVB vereinsintern die Maßgabe gilt, den Neuzugang nicht von Anfang an mit einer übergroßen Erwartungshaltung zu überladen. Dass sich der 73-Jährige persönlich zu einem Spieler seines Vereis äußert, kommt höchst selten vor. Umso mehr darf man den Vorstoß als klares Zeichen deuten.

Haaland soll in Dortmund reifen

Auch Sebastian Kehl, Leiter der Dortmunder Lizenspielerabteilung, unterstrich auf der DFL-Veranstaltung die Aussagen seines Präsidenten: „Wir sehen sein Engagement, seine Lust, seine Euphorie. Das wollen wir nicht komplett einbremsen. Er ist ein junger Spieler. Wir versuchen, ihm die mögliche Zeit zu geben.“

Ebenjene Zeit soll dafür sorgen, dass Haaland in Dortmund den nächsten Karriereschritt gehen kann. Rauball ist überzeugt, dass der norwegische Nationalspieler das Zeug dazu hat: „Wir trauen ihm schon zu, dass er bei uns einen beachtlichen Sprung in der Leistung machen wird.

Die erste Gelegenheit, seine Treffsicherheit im Dortmunder Dress unter Beweis zu stellen, wird es für Haaland wohl schon am Samstag geben. Beim Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg (15:30 Uhr) wird der Norweger voraussichtlich zumindest im Spieltagskader stehen. Das Mannschaftstraining am heutigen Dienstag konnte Haaland ohne Probleme absolvieren.