Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang und dessen Arbeitgeber in Person von Sportdirektor Michael Zorc sehen sich einem Gerichtsstreit ausgesetzt. Wie die ‚Bild‘ berichtet, klagt mit Carlos Arino der ehemalige Spielerberater des Gabuners gegen den BVB. Der Grund: Vermeintlich ausstehende Provisionszahlungen, die noch aus Aubameyangs Transfer im Sommer 2013 von der AS Saint-Etienne nach Dortmund resultieren.

Demnach ist der Justiztermin beim Oberlandesgericht in Hamm für den kommenden Mittwoch bereits anberaumt. Arino fühle sich benachteiligt und fordere eine Vermittlungsprovision in Millionenhöhe für den Transfer seines damaligen Klienten ein, so das Boulevardblatt.

Beraterwechsel sorgt für Verwirrung

Die Provision wiederum berechne sich nach dem Brutto-Jahresgehalt des Gabuners, welches die Schwarz-Gelben jedoch nicht offenlegen wollen. Zehn Prozent des Jahressalärs sollen dem Vermittler zustehen, vermelden die ‚Ruhr Nachrichten‘. Der Standpunkt der Borussia: Arino soll zum Zeitpunkt des Wechsels schon nicht mehr vertretungsberechtigt für den pfeilschnellen Angreifer gewesen sein. Als der Transfer im Juli 2013 zustande kam, war bereits Aubameyangs Vater Pierre François als Agent eingestiegen und für seinen Sohn verantwortlich.

Der Fall Aubameyang wurde schon im Juni 2015 zum Thema, als Arino vor dem Landgericht in Dortmund Anklage aufgrund der ausstehenden Provisionszahlungen erhob. Diese wurde jedoch abgewiesen, der Spanier ging in Berufung. Während Arino hofft, mit neuen Zeugenaussagen seines Geschäftspartners Heraldo Gonzalez Amado ein Umdenken der Justiz herbeiführen zu können, ist man bei der Borussia zuversichtlich, dass auch diese Klage vor dem Gericht auf taube Ohren stoßen wird.