Was waren das noch Zeiten, als Abwehrchef Mats Hummels den Taktstock in der Dortmunder Innenverteidigung geschwungen hat. Zwei Jahre später ist die BVB-Defensive ein Schatten ihrer selbst. Zwar konnte Peter Stöger dem Abwehr-Chaos, das Vorgänger Peter Bosz hinterlassen hatte, neue Ordnung einhauchen, ein Bollwerk war die Viererkette aber auch in der Rückrunde nicht.

In diesem Sommer soll nun der vielzitierte Umbruch neue Stabilität in die Dortmunder Hintermannschaft bringen. Wunschspieler Nummer eins ist Abdou Diallo vom FSV Mainz 05. Da sich die Rheinhessen aber nach wie vor querstellen, schaut sich die Borussia außerhalb der Bundesliga nach Alternativen um.

Blick nach Barcelona

Wie die spanische ‚Mundo Deportivo‘ berichtet, fällt der schwarz-gelbe Blick dabei auf den FC Barcelona. Demnach beschäftigt sich der Bundesligist erneut mit Yerry Mina, den Michael Zorc bereits im vergangenen Winter vor dessen Wechsel nach Barcelona in Richtung Ruhrgebiet lotsen wollte. Der kolumbianische WM-Fahrer stand aber bei den Katalanen im Wort und heuerte im Camp Nou an. Ein Abschied nur ein halbes Jahr später ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Barça muss den Kader aufräumen, da wohl im kommenden Winter Arthur nach Barcelona wechseln wird, der Klub aber keinen Platz mehr frei hat für Nicht-EU-Spieler. Da der 23-jährige Mina Trainer Ernesto Valverde nicht gänzlich überzeugen konnte und zudem bereits der Transfer von Clément Lenglet vom FC Sevilla in der Mache ist, steht der Kolumbianer auf der vereinsinternen Streichliste weit oben. Vor oder während der WM ist ein Transfer jedoch ausgeschlossen. Zumal Barcelona darauf hofft, dass der kolumbianische Stammspieler in Russland seinen Marktwert steigern wird.

PreisfrageFT-Meinung: Der BVB wird alles daran setzen, Diallo in Mainz loszueisen. Im Gegensatz zu Mina konnte der gebürtige Franzose in der vergangenen Saison restlos überzeugen und ist zudem bereits an die Bundesliga gewöhnt. Zwar ist es nicht ausgeschlossen, dass die Dortmunder zwei neue Innenverteidiger unter Vertrag nehmen, zwei Spieler von diesem Kaliber kann beziehungsweise will man aber wohl kaum finanzieren.