Die DFB-Auswahl wird für Emre Can immer mehr zur Wohlfühloase. Bei Bundestrainer steht der 25-Jährige – wenn auch neuerdings als Innenverteidiger – hoch im Kurs. Das kann man von seinem Status bei Juventus Turin wahrlich nicht behaupten. Trainer Maurizio Sarri nominierte ihn vor Saisonbeginn nicht einmal für die Champions League. Und auch in der Serie A ist der Defensivallrounder weitestgehend außen vor.

Seine Zukunft liegt aller Voraussicht nach außerhalb von Turin. Die heißeste Option ist momentan die Bundesliga. Laut dem ‚Corriere dello Sport‘ „führt die Spur zu Bayern München“. Die italienische Sportzeitung bezeichnet das Interesse des deutschen Rekordmeisters als „stark“.

In der Tat würde Can mit Blick auf seine neue Rolle als Mann für die Viererkette sehr gut passen, denn Niklas Süle fällt noch bis zum Saisonende aus. Weil sich zudem Neuzugang Lucas Hernández immer wieder mit Verletzungen herumplagt, besteht Bedarf – von einem neuen Sechser mit Stärken in der Zweikampfführung mal ganz zu schweigen.

Auch Dortmund im Rennen

Doch die Bayern sind bei weitem nicht alleine im Werben um Can. Mehrere europäische Topklubs wittern ein günstiges Geschäft. Jüngst hieß es in Italien, der körperlich robuste Rechtsfuß sei für 30 bis 40 Millionen Euro Ablöse verfügbar.

Der ‚Corriere dello Sport‘ nennt Borussia Dortmund, den FC Barcelona, Paris St. Germain und Manchester United als Kandidaten für eine Verpflichtung. Beste Chancen werden aber den Bayern eingeräumt. Man darf gespannt sein, wie die gestern neugewählte Vereinsführung diese interessante Personalie handhabt.