Robert Lewandowski freut sich über die Verpflichtung von Philippe Coutinho. Im Gespräch mit der ‚Sport Bild‘ sagt der Torjäger des FC Bayern: „Ich glaube, Coutinho denkt primär an Vorlagen, weniger an eigene Tore. Das ist für einen Stürmer natürlich nicht schlecht. Sein letzter Pass ist Wahnsinn. Er kann in wichtigen Spielen, gerade in der Champions League, der Schlüssel sein und das besondere Etwas.“ Die Bayern hatten Coutinho vor zehn Tagen vom FC Barcelona ausgeliehen. Der Offensive des deutschen Rekordmeisters soll der 27-jährige Brasilianer eine neue besondere Note verleihen.

Lewandowski prophezeit: „Wir werden durch ihn unberechenbarer, das macht uns gefährlicher. Er kann auf der Zehn spielen, links außen, zur Not auch rechts. Wir können mit einem oder zwei Sechsern spielen, mit Zehner oder zwei Achtern. Wir haben jetzt noch mehr Optionen.“ Leidtragender könnte aber Klublegende Thomas Müller sein, der wie Coutinho am liebsten im zentral offensiven Mittelfeld agiert. „Die Konkurrenz wird größer, keine Frage. Aber das kann Spieler auch pushen“, formuliert Lewandowski, der kurz vor einer Vertragsverlängerung bis 2023 steht.

Müller selbst gibt sich beim Thema Coutinho diplomatisch. Der ‚Sport Bild‘ sagt der Weltmeister von 2014: „Wir haben einen weltbekannten Spieler geholt, der riesige Qualitäten hat. Es ist schön, wenn es um den FC Bayern nach diesem leidigen Thema Transferperiode wieder positive Themen gibt.“ Um seinen Stammplatz mache er sich nicht allzu viele Sorgen. „Das wird man in Zukunft sehen“, meint Müller, „ich denke aber, dass meine Wichtigkeit auch intern bekannt ist. Ich werde weiter meinen Job machen.“ Beim Coutinho-Debüt auf Schalke (3:0) am vergangenen Samstag musste Müller schon das Feld räumen – denkbar, dass dies in Zukunft immer öfter der Fall sein wird.