Schon als Thomas Delaney vor eineinhalb Jahren vom FC Kopenhagen zum SV Werder Bremen wechselte, machte er aus seinem Herzen keine Mördergrube. Eines Tages wolle er in der Premier League spielen, ließ der Däne wissen. Mittlerweile ist ein Wechsel nach England ein konkretes Thema, doch mehrere Störfaktoren machen eine konkrete Planung äußerst kompliziert.

1. Die WM

Frank Baumann steckt in der Zwickmühle. Einerseits benötigt er Klarheit für die weitere Personalplanung, andererseits könnte die WM Delaneys Marktwert weiter in die Höhe treiben. Bislang ist von 20 Millionen Euro Ablöse die Rede. Doch ein Spieler mit den spezifischen Fähigkeiten des dynamischen und spielstarken Linksfußes ist auch schon für mehr Geld über die Ladentheke gegangen. Hier stellt sich die Frage: Abwarten und pokern oder die sichere Variante wählen.

2. Interesse aus der Bundesliga

Schalke 04 und Borussia Dortmund machen Delaney schöne Augen. Und der Mittelfeldspieler ist gar nicht abgeneigt, auch wenn er ursprünglich den Plan hatte, nach England zu gehen. Nun stellt sich die Frage, wie gezielt er einen bundesligainternen Wechsel forciert. Sollte das passieren, ginge es vor allem um die Höhe der Ablöse. Denn es ist kaum zu erwarten, dass Schalke oder Dortmund bereit sind, mit den englischen Preisen mitzugehen.

3. Keine Topklubs aus England

Premier League-Klubs der Größenordnung FC Everton oder Brighton & Hove Albion haben bislang konkretes Interesse angemeldet. Für Delaney stellt sich die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, Werder dafür zu verlassen. Immerhin fühlt sich der umgängliche Däne an der Weser pudelwohl und hat im Mittelfeld die Chefrolle inne. Zur Erinnerung: Auch mit dem Sprung von Kopenhagen ins Ausland hatte sich Delaney sehr viel Zeit gelassen. Es besteht also noch Hoffnung bei den Grün-Weißen, dass der Leistungsträger ein weiteres Jahr bei Werder dranhängt, ehe er sich einer neuen Herausforderung stellt.