Die Bundesligaklubs werden aus der Hinrunde höchst gegenteilige Schlüsse ziehen. Während Überraschungsteams wie Schalke 04 oder Mainz 05 die Erwartungen weit übertroffen haben, enttäuschten ambitionierte Europapokal-Teilnehmer wie der VfL Wolfsburg oder der VfB Stuttgart auf ganzer Linie. Winterschlaf wird aber wohl kein Klub halten, denn die nächste Transferperiode steht kurz bevor; der Nachbesserungsbedarf wird bestimmt, der Handlungsspielraum ausgelotet, die Geldkoffer bereitgestellt.

FussballTransfers zeigt in einer neunteiligen Serie auf, was bei den Klubs im Januar personell passieren wird. Auf welchen Positionen müssen die Vereine handeln, welche Planungen werden angestellt und welche Tansfergerüchte könnten bald zu Fakten werden?

Borussia Dortmund:

Bei Borussia Dortmund darf man ruhigen Gewissens in die Winterpause gehen. Trotz der Ausfälle von Sebastian Kehl und Tamas Hajnal, den wohl wichtigsten Kräften im Mittelfeld, gelang es, auf einen Europapokalplatz vorzustoßen. Man kann in Dortmund auf ein Fundament junger Talente zurückgreifen, die sofort funktionieren, wenn sie gebraucht werden.

In diesem Wissen lässt sich ganz entspannt der Spielermarkt sondieren. Teure Verstärkungen wird es nicht geben, außer wenn durch Spielerverkäufe entsprechendes Geld eingenommen wird. Danach sieht es aber nicht aus. Alle Leistungsträger sind langfristig gebunden, die Borussia ist nicht willens, sich von einem wichtigen Spieler zu trennen. Auch der heiß begehrte Neven Subotic hat der Borussia sein Treuebekenntnis gegeben. Nachbesserungen könnte es allerdings – sofern es der enge finanzielle Handlungssspielraum erlaubt – für die Position des Rechtsverteidigers geben. Dort ist Patrick Owomoyela weiterhin konkurrenzlos. Klopp will durch die Verpflichtung einer (jüngeren) Alternative den Konkurrenzdruck erhöhen. Bislang wurden die Franzosen Albin Ebondo und Mouhamadou Dabo mit den Borussen in Verbindung gebracht.

Auch im defensiven Mittelfeld könnte sich das Spielerkarussell geringfügig drehen. Die Zukunft von Sebastian Kehl ist aufgrund seiner Leistenprobleme zumindest ungewiss und der Brasilianer Tinga, der unter Jürgen Klopp einen schweren Stand hat, wird mit brasilianischen Erstligisten in Verbindung gebracht. Aus Japan wurden Gerüchte laut, die Dortmunder seien an dem 6er Yuki Abe interessiert.

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1899 Hoffenheim:

Nach einem Zwischenhoch zur Mitte der Hinrunde ist bei der TSG Ernüchterung eingekehrt. Man muss feststellen, dass zwar die Abwehr nicht zuletzt durch den Zukauf von Josip Simunic immer besser funktioniert, aber die Offensiv-Feuerwerke der vergangenen Saison bislang in aller Regel ausbleiben. Ibisevic, Ba und Obasi sind entweder nach Verletzungen noch nicht wieder die Alten oder schlicht und ergreifend formschwach. Die Konsequenz ist logisch: Man durchforstet den Spielermarkt nach Verstärkungen für die Offensive. Das Beuteschema ist das altbewährte: Jung, talentiert, taktisch geschult.

Schon seit längerem wird der englische U 19-Nationalspieler Victor Moses mit den Hoffenheimern in Verbindung gebracht. Moses gilt als hochbegabt und ist in der Offensive vielseitig einsetzbar – also ganz nach dem Geschmack von 1899-Coach Ralf Rangnick. Die Konkurrenz um den Dribbelkönig ist allerdings dementsprechend groß. Außerdem soll der Franzose Olivier Giroud, der derzeit in der zweiten französischen Liga mit 12 Saisontoren für Furore sorgt, auf dem Zettel von Rangnick stehen. Als dritter Kandidat im Bunde gilt Seydou Doumbia. Der Ivorer, der auch im Länderspiel gegen Deutschland traf, ist allerdings längst kein Geheimtipp mehr und wird von halb Europa gejagt.

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