Der FC Bayern unternahm vor rund eineinhalb Jahren einen letztlich erfolglosen Versuch bei Axel Witsel. „Damals spielte ich seit einem halben Jahr in China. Herr Ancelotti hat sich bei Fabio Cannavaro, meinem damaligen Trainer bei Tianjin Quanjian, nach einem Transfer erkundigt und sein Interesse hinterlegt“, berichtet der belgische Spielgestalter im Interview mit der ‚Sport Bild‘.

In Frage sei ein Wechsel für Tianjin Quanjian aber nicht gekommen: „Fabio hat ihm aber relativ schnell klar gemacht, dass er mich nicht gehen lässt. Damit war das Thema erledigt.“ Und auch Witsel selbst war 2017 nicht bereit, den Schritt in die Bundesliga zu gehen: „Für mich stellte sich die Frage nach einem Wechsel damals nicht – auch wenn Bayern ein großer Klub ist.“

Auch Schalke, United und PSG klopften an

Die Fühler nach Witsel ausgestreckt hatte in der Vergangenheit auch der FC Schalke 04. Besonders konkret war das Interesse der Königsblauen an dem 29-Jährigen, der inzwischen beim Lokalrivalen die Fäden im Mittelfeld zieht, allerdings nicht. „Davon habe ich auch gehört. Aber ich kann Ihnen sagen: Es gab keinen Kontakt“, versichert Witsel.

In 17 von 20 möglichen Pflichtspielen stand der 101-fache Nationalspieler seit seinem Transfer zu Borussia Dortmund in der Startelf, dreimal wurde er eingewechselt. „Ich hatte Sehnsucht nach Fußball auf höchstem Niveau. Im Sommer bot sich für mich wohl die letzte Chance, in eine der besten Ligen der Welt zu wechseln. Die habe ich ergriffen – und alles richtig gemacht“, freut sich Witsel, um den im Sommer unter anderem auch Paris St. Germain und Manchester United warben.

Doch nach seinen Abenteuern in Russland und China spielte der finanzielle Aspekt sehr zur Freude der Dortmunder eine untergeordnete Rolle. Witsel habe gespürt, „dass Dortmund die richtige Wahl ist. Ich wusste von Anfang an, dass ich die Qualität habe, mich hier zu behaupten und zu helfen. Trotzdem war der BVB für mich eine Herausforderung, die ich unbedingt annehmen wollte.“