Johan Djourou steht vor dem Rausschmiss beim Hamburger SV. Laut Informationen der ‚Bild‘ denkt Trainer Markus Gisdol über disziplinarische Maßnahmen gegen den Schweizer nach. Hintergrund ist das Interview, das Djourou vergangene Woche gegenüber der ‚Aargauer Zeitung‘ gegeben hatte. In diesem begründete der Nationalspieler seine Absetzung als Kapitän damit, dass Gisdol schlichtweg einen Sündenbock benötigte.

Es war in einer Zeit, in der die Debatten begannen, ob der Trainer weg muss. Es machte den Eindruck, dass der Trainer das Problem an einen anderen Ort zu verschieben versuchte. Damit die Leute über ein Thema zu reden hatten – also den Captain-Wechsel“, berichtete Djourou, der den Umgang mit ihm als fragwürdig empfindet.

Gisdol sei sich allerdings noch nicht ganz schlüssig, inwieweit er Djourou für seine Aussagen belangt, denn mit Kyriakos Papadopoulos, Mergim Mavraj und Gideon Jung stehen nur drei Alternativen für die Innenverteidigerposition zur Verfügung.

FT-Meinung: Nach aktuellem Stand wäre es eine große Überraschung, wenn der 30-Jährige seine Fußballschuhe in der kommenden Saison noch an der Elbe schnüren würde. In England, wo mehrere Klubs interessiert sind, winken ihm ein Stammplatz und ein deutlich höheres Gehalt. Das vierte HSV-Jahr wird wohl gleichzeitig sein letztes sein.