Wenige Wochen vor Saisonstart stehen bei Borussia Dortmund noch 33 Spieler im Kader, für Trainer Lucien Favre ist es „unmöglich“ mit so einer großen Gruppe zu arbeiten. Gegenüber der ‚Sport Bild‘ schlug Sportdirektor Michael Zorc in die gleiche Kerbe: „Ich bin da gleicher Meinung wie Lucien. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass sich an der Situation in näherer Zukunft etwas ändern wird. Ich kann versichern, dass wir unseren Kader noch verkleinern werden.

Zorcs Plan für die Kaderverkleinerung hat allerdings nicht nur sportliche Gründe. „Wir haben natürlich gewisse Vorstellungen, was unsere Kaderstruktur betrifft – auch finanziell“, führt er aus. Die ‚Sport Bild‘ errechnet bei den Verkaufskandidaten beim BVB durch eine Kombination aus gewünschter Ablöse und restlichem Gehalt eine Summe von 112 Millionen Euro.

Fünf Spieler auf der Streichliste

Großverdiener wie André Schürrle würden die Schwarz-Gelben daher auch für mit einem Preisnachlass ziehen lassen. Der Weltmeister von 2014 hat nach der Aufrüstung der Offensivabteilung keinen Platz mehr beim BVB. Eine Einsparung des Gehalts hat Vorrang vor einer großen Ablösesumme.

Wir können natürlich nicht mehr allen Profis eine Perspektive aufzeigen. Das haben wir den betreffenden Spielern erklärt“, so Zorc. Neben Schürrle stehen auch Maximilian Philipp (25), Ömer Toprak (30), Raphaël Guerreiro (25) und Shinji Kagawa (30) zum Verkauf. Sebastian Rode ließ Dortmund vor wenigen Tagen in Richtung Frankfurt ziehen.

Reges Interesse an den Aussortierten

Die restlichen Ausgemusterten werden aller Voraussicht nach keine Ladenhüter. Für Philipp (in Russland im Gespräch) und Guerreiro (PSG-Interesse) erwarten die Borussen jeweils eine Ablöse um die 20 Millionen Euro. Toprak und Kagawa würde man für kleinere Summen gehen lassen. Beim Japaner steht laut Medienberichten ein Abschied kurz bevor, Dortmund soll sich mit Celta Vigo über einen Wechsel geeinigt haben.